Mittwoch, 2. November 2016

Bedingungssätze


Wenn der literarische Anspruch an meinen Blog weit anstiege, hülfe ich dem wissbegierigen Leser, indem ich einen Beitrag über Bedingungssätze einbaute, der in etwa so klänge:

Wenn jemand mit mir ein Problem hätte, löste er das sicherlich von Angesicht zu Angesicht. Wenn es zum Beispiel jemanden irritierte, dass ich mir in einer Lehrerkonferenz die Fingernägel lackierte, erklärte ich ihm gern, warum das so ist - wenn er dies denn wirklich wissen wollte. Wollte er das aber nicht und regte sich nur hinter meinem Rücken über mein Verhalten auf, dann schmunzelte ich, denn das verstünde ich nicht.

Wenn jemand mit mir ein Problem hätte, zeigte ich ein Interesse daran, es zu lösen - so es sich nicht darum drehte, dass ich veränderte, wer ich bin. Wenn sich dahinter aber nur ein Fall von provoziertem Ego versteckte, müsste ich das Problem als allein dem Anderen zugehörig kategorisieren. Denn ich verletze niemanden damit, ich schade niemandem dadurch.

Wenn also das verletzte Ego es lieber sähe, dass ich während der Konferenz den Referenten nicht zuhörte, sondern stattdessen Tests korrigierte oder lautstark über die Referenten lästerte, um dann mit weit überhöhtem Tempo in der Neumünsteraner Innenstadt das eigene Heim aufzusuchen, dann fiele es mir unglaublich schwer, ob Doppelmoral und zweierlei Maßes nicht zu lachen und das Verhalten als armselig einzustufen. Dann bliebe mir nur der mitleidige Blick und die Frage "Was ist eigentlich Euer Problem?".

Aber wir sind ja erwachsene Menschen. An unserer Schule gibt es sowas nicht. Wir sind eine offene Schule, wir sind für gegenseitigen Respekt und Toleranz, wir sind gegen Ausgrenzung und Diskriminierung. Das habe ich per Unterschrift an meiner Schule besiegelt und dazu stehe ich. Daher die Konjunktive.

An Alex (denn ich weiß, dass Du das gerade liest): Ist immer wieder so, dass die Leute uns für so scheiße halten, dass sie gar nicht erst hinter die Kulisse schauen, oder? Ich find's witzig, so hab' ich meine Ruhe ;-)

pot ciptum: How icovit, jtzt hat ich d vit Buchtab vabchidt. u ka ich ga icht mh agm kudtu ud kommti, da d ltzt Abatz d itag i d Folg d Bdigugätz daübr al Ioi gl wd köt. Ja,  gibt chul, a d da o läuft. Ab di bfid ich vmutlich h i i odfriich tadt vbog, zum Bipil Huum.

Zusatz, heutiges Fundstück - dieses Bild beschreibt Dr Hilarius ziemlich treffend:
 

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