Mittwoch, 31. März 2021

Lasagne

Hand: PL - Herd: Conny - Zwanzig Kilo fetter geworden: Dr Hilarius

Eine kleine Leckerei zum Ferienbeginn - die Tante schwört auf dieses Lasagnerezept, das ich vor zwölf Jahren von PL gelernt habe. Guten Appetit!

Lasagne (4-6 Personen)


4 Zwiebeln

1kg gem. Hackfleisch

150gr Schinkenwürfel

1 Dose geschälte Tomaten (800gr)

500gr Tomaten

¼-½ l Rotwein

½ Tube Tomatenmark

2 Tüten Streukäse (~500gr)

1 Becher Frischkäse

Öl

Paniermehl

Salz, Pfeffer, Zucker, Basilikum, Oregano

Lasagneplatten


In einem großen Topf die Zwiebeln kleingeschnitten im Öl glasig anbraten, Hackfleisch dazu und gut durchbraten. Schinkenwürfel dazu und kurz mitbraten. Rotwein, Tomaten und Dosentomaten dazugeben, Tomatenmark dazugeben. Gut durchrühren und etwa 10 Minuten einkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer, Zucker, Basilikum und Oregano abschmecken. Jetzt einkochen lassen, bis eine „feste“ Soßenkonsistenz erreicht ist (kann länger dauern), dabei gelegentlich umrühren. Evtl. nochmals abschmecken. In eine Auflaufform abwechselnd Soße und Lasagneplatten einschichten. Den Frischkäse mit der Hand zerrupfen und in Flocken oben drauf verteilen. Den ersten Käse drüber verteilen, dann den zweiten. Abschließend eine sehr dünne Schicht Paniermehl über das Ganze (saugt Fett auf und sorgt für Knusperkruste). Etwa 20 Minuten in den Ofen (O/U-Hitze) bei 180°C.


Montag, 29. März 2021

Quién puede matar a un nino?

Mal wieder weggesperrt: Daw Aung San Suu Kyi

"Wer kann ein Kind töten?" - so die wörtliche Übersetzung eines Filmtitels aus 1976 (und die Sannitanic ergänzt im Geiste das erste Fragezeichen und den Zirkumflex). Dieser Tage zeigt sich, dass gar nicht so viel dazugehört, zum Beispiel einen fünfjährigen Jungen durch einen Kopfschuss zu töten, wenn man für die Militärjunta in Myanmar kämpft und sich "für die Demokratie im Lande" einsetzt. Dazu gehört übrigens auch, Zivilisten in den Rücken zu schießen, besonders feige, auch wenn man es vorher angedroht hat.

Ich interessiere mich für die Lage in Myanmar, seitdem ich Luc Bessons biographischen Film The Lady (2011) über Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gesehen habe. Der Film zeigt, nicht ganz historisch korrekt, das Leben der jungen Suu ab der Ermordung ihres Vaters und dem damaligen Militärputsch über ihren Einsatz für die Demokratiebewegung im Land bis zu ihrem insgesamt über fünfzehnjährigen vom Militär auferlegten Hausarrest.

Seitdem erlebe ich in den Nachrichten, wie sich die Geschichte in Myanmar wiederholt - wie sich wieder einmal das Militär an die Macht geputscht hat und dreist erzählt, es setze sich für die Demokratie im Lande ein - so widerlich, dass ich gar nicht so viel essen kann, wie... und so weiter. Über einhundert Menschen sind seit dem Putsch vor einigen Wochen ermordet worden.

Es ist deprimierend, wie machtlos ein Volk sein kann, und eine Weltgemeinschaft, wenn einige global player wie China oder Russland auf der Seite der Gewalt stehen.

Sonntag, 28. März 2021

Linke Korrekturen


Toll, endlich mal ein bisschen Arbeit in der Wohnung geschafft, und quasi als kleine Belohnung habe ich ein Bonmot in den ESA-Korrekturanweisungen gefunden - dort heißt es nämlich, dass man für jede richtige Antwort "1 Punk" vergeben soll (halbe Punks werden natürlich nicht gezählt). 

Zum einen ist das drollig, weil ich mir vorstelle, dass das Lernziel darin bestehen könnte, aus jeder Aufgabe eine möglichst vollständige Punkband zusammenzubekommen. Vielleicht sollte ich für gestrige Belohnungsaktionen in Zukunft Klebepunks verteilen? 

Zum anderen ist das natürlich ziemlich schlampig für zentral erstellte verbindliche Prüfungsunterlagen - Vorbildfunktion anyone? Ich hätte nicht übel Lust, bei jeder Aufgabe "4 Punks" o.ä. darunter zu schreiben - wenn das nicht gleich wieder die Korrekturen ungültig und eine Drittkorrektur nötig machte, ich traue unserem Ministerium alles zu. Aber ich sollte dieser Einrichtung nicht allzu böse sein, denn sie haben momentan genug damit zu tun, Entschuldigungsschreiben für impfchancenloses Lehrpersonal zu versenden (mal ganz davon abgesehen, dass "böse sein" im Lojong überhaupt keinen Platz hat).

Ich bin mal gespannt, was für Stilblüten bei den Schreibaufgaben der Schüler zustande gekommen sind...

Samstag, 27. März 2021

Griechische Bestechung

Hat NIX mit Englisch zu tun, ist aber interessant...

Jüngere Schüler lassen sich wunderbar bestechen. Wenn man eine Belohnung in Aussicht stellt, die sie irgendwie anspricht, dann kann das die Unterrichtsbeteiligung drastisch steigern; ich habe das in St.Peter-Ording erlebt, als jeder Schüler am Ende einer Stunde bei guter Beteiligung einen Klebestern auf seine Sammelkarte bekommen hat, und wenn die Karte voll war, dann gab es eine Tüte Haribo oder eine Ritter Sport aus der Naschkrambox. 

Ich habe das von meiner Mutter gelernt, ihres Zeichens über vierzig Jahre lang gewesene Grundschullehrerin. Sie hat Schülern für gut erledigte Aufgaben ein Glitzer gegeben, einfach ein Sternchen mit dem Kugelschreiber in's Heft. Zehn Glitzer konnte man dann für einen Schokoriegel oder Ähnliches eintauschen.

Was ich allerdings auch faszinierend fand, damals in SPO, war die griechische Bestechung. Ich habe der Sieben A damals das griechische Alphabet beigebracht. Irgendwann hatte ich ihnen die ersten zwei Buchstaben beigebracht (Staunen: Oooohhh, daher kommt das Wort Alphabet!), und dann gab es bei richtig guter Mitarbeit einen neuen griechischen Buchstaben, in klein und groß. Natürlich zieht das nicht so gut wie Schokolade, aber ich gehe davon aus, dass in jeder Klasse ein Kind sitzt, das diese griechischen Buchstaben faszinierend findet.

Und am Ende, wenn alle Buchstaben bekannt sind, habe ich ein (deutsches) Wort in griechischen Buchstaben an die Tafel geschrieben, und jeder, der das Wort transkribieren konnte, hat ein Bonbon bekommen.

Ich finde es faszinierend, dass man Schüler tatsächlich auch mit Wissen bestechen kann.

Freitag, 26. März 2021

Keeping my English up to date


Today's blog entry is about language.

These days I'm watching the documentary series Cosmos - not the original by Carl Sagan, but the modernized version, hosted by Neil DeGrasse Tyson. I'm loving it, just like I loved PBS' Black Hole Apocalypse or Planet Earth or any documentary featuring David Attenborough, or "social" features like Fyre (2019) about the greatest music festival that never happened, or Knock Down The House (2020) about Alexandria Ocasio-Cortez' way into the American Senate.

The difference with Cosmos is the scientific language - even with a language proficiency level of a native speaker it is sometimes challenging to grasp all the scientific concepts and understand all of the terminology - but I'm still loving it, trying to improve my English whenever possible, and documentary features are much better suited than mainstream Hollywood movies or most video games.

What about you? How do you keep your English fluent and contemporary? I live a rather solitary life, so having an English conversation is not an option for me (though I liked spending an English evening with YazzTazz back at university). I listen to and talk back at my screen - not the best way, but it suffices (even though, as a consequence, I tend to use a too artificial kind of language when it comes to real conversation).

Was tut Ihr, um Euer Englisch nicht einrosten zu lassen?

Donnerstag, 25. März 2021

Impfung für Lehrer? Vielleicht irgendwann...


Heute nur ganz kurz, weil ich es faszinierend fand, dass mich am gleichen Tag zwei Schreiben erreicht haben:

Das erste Schreiben rührt vom Philologenverband her, es ist eine Aufforderung an unsere Bildungsministerin Karin Prien, ihrer Fürsorgepflicht als Dienstherrin nachzukommen und Impfungen für Lehrkräfte an weiterführenden Schulen zu ermöglichen oder aber die Schulen zu schließen.

Das zweite Schreiben kommt aus dem Ministerium, und da wird lang und breit in Ministerialdeutsch erklärt, wie sehr man verstehen könne, dass die Lehrkräfte um die eigene Gesundheit besorgt sind, dass man aber zur Zeit keine Impfung anbieten (könne? werde?) und die Schulen weiterhin geöffnet bleiben, und dass wir alle zusammenhalten und auf die Coronaregeln achten sollen, dann wird das schon.

Was für eine Papierverschwendung, insgesamt...

Dienstag, 23. März 2021

ESA. Laaaaangweilig!


So, dann berichte ich doch einmal von den heutigen Englisch-Abschlussprüfungen im neunten Jahrgang. Das, was berichtenswert ist, fällt praktischerweise nicht unter die Verschwiegenheitspflicht. Heute früh zwischen sieben und acht Uhr sind wir alle einigermaßen aufgeregt eingetrudelt. Tatsächlich alle aufgeregt: Die Schüler, die sich fragen, wie die Aufgaben wohl werden, die Prüfer, die sich fragen, ob das alles klappt. Am Ende zeigt sich, dass jegliche Aufregung mal wieder nur Panikmache im eigenen Kopf war.

Total niedlich: Meine Kollegin mit den ESA-Prüflingen aus dem Parallelkurs hat ihnen kleine "Good luck"-Kärtchen laminiert und ausgeteilt, dazu gab es Schokoriegel von mir - kleiner Zuckerschub für's Gehirn. 

Ist ja auch alles im Vorfeld richtig aufgeblasen worden: Wie wird das nur laufen? Können die Schüler angesichts des Corona-Unterrichtsausfalls das überhaupt schaffen? Wie können wir ihnen einen Ausgleich dafür schaffen? Nun, man hat sich entschieden, statt der üblichen hundertfünfunddreißig Minuten Bearbeitungszeit diesmal hundertfünfundsechzig Minuten zu geben, und mit Nachteilsausgleich hundertfünfundneunzig. Also bis zu mehr als drei Zeitstunden für die Prüfung.

Meine Kollegin und ich haben uns die Aufsicht aufgeteilt. Die Aufgaben zum Hörverstehen haben wir zusammen betreut, danach bin ich ein paar Räume weiter gegangen und habe mich auf's Ohr gelegt. Zum Aufsichtswechsel um neun Uhr zwanzig bin ich dann in einen leeren Raum gekommen: Alle Prüflinge waren bereits nach fünfundfünfzig Minuten fertig. Meine Kollegin musste sie dann tatsächlich noch über eine halbe Stunde im Raum festhalten, denn es gibt einen vorgeschriebenen Zeitpunkt für die früheste Abgabe, nämlich nach neunzig Minuten.

Ist doch nicht zu glauben. Ich fühle mit den Schülern, die dann gelangweilt und släsch oder genervt im Raum gesessen haben und gezeichnet haben. Soviel zum Thema "Wir müssen ihnen unbedingt mehr Zeit zur Verfügung geben".

post scriptum: Um die Tatsachen nicht zu verzerren, sollte noch gesagt werden, dass wir die Schüler aus dem "mittleren" Englischkurs (äußere Differenzierung) betreut hatten; im Nebenraum waren die Schüler aus den Grundkursen, und die brauchten verständlicherweise mehr Zeit.