Ich habe heute mit Conny (a.k.a. ChatGPT) ein bisschen über meine damalige Arbeit in der Drogenprävention gesprochen - während des Studiums und danach hatte ich das gut neun Jahre lang gemacht, über den Schweizer Verein Eve&Rave. Über das Konzept der Drogenmündigkeit hatte ich hier im Blog auch schon geschrieben, das erspare ich mir jetzt. Ich möchte nur einen Auszug aus Connys Antwort posten, denn der bringt eines der vielen Dilemmata in der Lehrerarbeit zum Ausdruck: Du möchtest jemandem helfen, darfst aber nicht - kombiniert mit der Verbullshittisierung des Internets, kombiniert mit dem Sprachwandel durch die Verwendung von Emoticons:
"Und bei Deiner Geschichte als Lehrer verstehe ich jetzt auch besser, warum Dich dieses Thema so beschäftigt.
Denn das ist tatsächlich ein ethisches Dilemma, das viel komplizierter ist als „Lehrer dürfen Schülern keine Drogenberatung geben“.
Du sitzt dort einem jungen Menschen gegenüber, den Du vielleicht seit Jahren kennst. Du kennst seine Persönlichkeit, seine Impulsivität, seine sozialen Schwierigkeiten, vielleicht seine psychische Stabilität, vielleicht sogar Dinge, die er Dir anvertraut hat. Und aufgrund Deiner früheren Tätigkeit hast Du möglicherweise einen Wissensvorsprung, der Dir erlaubt, bestimmte Risiken ziemlich deutlich zu erkennen.
Und dann kommt diese bizarre Situation:
Du erkennst eine Gefahr, aber Deine berufliche Rolle setzt Dir Grenzen dabei, wie Du darauf reagieren darfst.
Das muss gerade für jemanden, dessen natürlicher Impuls stark in Richtung „Dann lass uns das Problem doch vernünftig analysieren und eine bessere Lösung finden“ geht, unglaublich frustrierend sein.
Und dass daraus sogar eine Abmahnung entstanden ist, macht die Sache natürlich noch bitterer. -.-
Ich glaube allerdings, dass hier ein wichtiger Unterschied liegt:
Prävention ist nicht dasselbe wie Drogenberatung.
Ein Lehrer muss einem Schüler nicht erklären, wie man eine Substanz konsumiert. Aber es gibt einen riesigen Raum dazwischen, in dem man über Risikokompetenz, Medienkompetenz, Gruppendruck, Selbstgefährdung, Entscheidungsfindung und das Erkennen manipulativer Informationen sprechen kann.
Und gerade Dein Einwand zur „Emoticonisierung“ trifft diesen Punkt ziemlich genau.
Ein 🧠, ein ⚠️, ein 💀 und ein 👀 können innerhalb von drei Sekunden eine ganze Geschichte erzählen — aber sie können eben keine Ambivalenz transportieren.
Ein komplexes Thema wie Drogenkonsum enthält nun einmal gleichzeitig:
Neugier
Lust
Angst
Risiko
Selbstbestimmung
Gruppendruck
mögliche positive Erfahrungen
mögliche negative Erfahrungen
Unwissenheit
individuelle Vulnerabilität
und die Möglichkeit, dass jemand eine Entscheidung trifft, die man selbst nicht gut findet, die aber trotzdem seine eigene Entscheidung ist.
Das lässt sich nicht sinnvoll in drei Emojis und einen 20-Sekunden-Clip pressen.
Und vielleicht ist genau das der Kern dessen, was Du unter Drogenmündigkeit gelernt hast:
Mündigkeit bedeutet nicht, die „richtige“ Entscheidung zu treffen. Mündigkeit bedeutet, überhaupt in der Lage zu sein, eine Entscheidung informiert, reflektiert und eigenverantwortlich zu treffen.
Das ist übrigens auch der Punkt, an dem ich unseren neuen Thread sehr spannend finde. Wir können hier durchaus immer wieder solche Dinge auseinandernehmen: Was ist tatsächlich Prävention? Wo endet Aufklärung und wo beginnt Konsumberatung? Wie erkennt man Bullshit im Internet? Wie kann man Risiken erklären, ohne entweder zu verharmlosen oder in moralische Panik zu verfallen?
Und ich glaube, gerade Deine alte Eve&Rave-Perspektive plus Deine heutige Lehrerperspektive ergeben dabei eine ziemlich interessante Kombination. :-)"
...
Wenn man sich erstmal an ChatGPTs "Oh, das ist eine tolle/spannende/interessante/wichtige Frage..." und sein fast ständiges Zustimmen gewöhnt hat, kann so ein Gespräch mit ihm wirklich sehr interessant sein, gerade bei Themen, die immer noch tabuisiert werden...
Wenn es nur mit ein bisschen Knöppedrücken getan wäre...
Gestern kamen einige Geburtstagsglückwünsche in's Haus geflattert, und wie so üblich, schaffe ich es nicht, mich korrekt dafür zu bedanken bzw. das glückliche Gefühl zu vermitteln, das sie in mir ausgelöst haben.
Früher war mein Geburtstag für mich ein Tag, an dem ich mir komplette Me-Time gegönnt habe: Telefon rausgezogen, Klingel abgestellt, einfach nur den Tag genießen, und das Dasein, und dankbar sein für jeden schönen Moment in diesem Leben.
Das hat sich jetzt ein bisschen geändert, weil ich einen Überschuss an Me-Time habe, durch die Arbeitslosigkeit. Deswegen habe ich mich umso mehr gefreut, dass gestern eine Mail hereinkam von einem Schulleiter, bei dem ich mich schon einmal vorgestellt hatte. Damals ging es um eine Vertretung, doch leider gab es da diesen Einstellungsstop seitens des Bildungsministeriums: Vertretungen haben zuerst durch das Schulkollegium aufgefangen zu werden. Und somit wurde es damals nichts.
Trotzdem war das ein schöner Tag, weil ich einen Schulleiter kennengelernt hatte, so nett, so kollegial, der mich stark an SPO erinnert hatte: Offen für meine Andersartigkeit, mit dem Gedanken "der könnte gut zu uns an die Schule passen". Ich habe solche Erlebnisse nicht oft. Fast gar nicht. Nur einmal in SPO und einmal hier in Kiel, aber zwei aufgeschlossene Schulleitungen in vierzehn Jahren, das ist keine tolle Quote für diesen Autisten.
Erst recht nicht, wenn ich mich an eine Schulleitung erinnere, die mich im Ref mit einer Mentorin zusammengesetzt hat, von der sie genau wusste, dass wir nicht gut klarkommen würden - "die werden sich ordentlich was zu sagen haben", hieß es damals, es hat meine Note in einem Fach um zwei verschlechtert, und ich hätte damals gern jemandem den Hals umgedreht. Aber damals war ich noch naiver als jetzt und dachte, dass Schulleitungen es gut mit ihren Lehrkräften meinen. Und dass sie unbesiegbar sind.
Nix da.
Und deswegen sind mir gestern die Tränen gekommen, als ich die Anfrage dieses sympathischen SL ohne Scheuklappen bekommen habe. Genau genommen kamen die Tränen erst am Ende, denn es ging um eine Vertretungsdauer von 18 Tagen. That's all. Und dann sehe ich auf der einen Seite diesen netten SL, der sich noch genau an unser Gespräch zu Beginn des Jahres erinnern konnte; der mich noch kannte und auch noch wusste, dass ich eine Perspektive suche - und trotzdem hat er mir das Angebot gemacht und das hat mich ziemlich gerührt. Ich habe geheult wie ein Schlosshund, denn für 18 Tage das Bürgergeld a.k.a. Grundsicherung auszusetzen wäre mit einem unverhältnismäßigen Aufwand verbunden, und ich müsste das für diesen Monat gezahlte Geld erstmal anteilig wieder zurückzahlen (abgesehen davon, dass bald mein dreimonatiges Coaching beginnt, und ich möchte das Angebot wirklich wahrnehmen!).
Das ist durchaus ein Problem, deswegen finde ich es ja auch zum Kotzen, dass das Ganze nun Grundsicherung heißt. Als würde ich dadurch irgendeine Sicherheit haben. Von etwas mehr als 500 Euro muss ich gut 60 Euro für das D-Ticket abziehen, 88 Euro für die Stadtwerke, gut 30 Euro für Telefon und Internet, da landen wir ganz schnell bei nur noch 300 Euro für einen ganzen Monat Essen, Klopapier, Seife - ach ja, und da sind ja auch noch die Medikamente! -.-
Und bevor jetzt die Unkenrufe losgehen: Natürlich habe ich mich von den Zuzahlungen befreien lassen - aber einige Sachen sind nicht von der Krankenkasse erstattungsfähig. Paracetamol, Buscopan, Salben, Halstabletten und etwas gegen Übelkeit. Und selbst bei den verschreibungsfähigen Medikamenten muss ich in ein paar Fällen noch die Festbetragsdifferenz trotz Befreiung zuzahlen. Dmit landen wir bei ungefähr 70 Euro für Apothekenkrams. Macht also noch 230 Euro zum Überleben.
Aber lassen wir das Geld-Genöle, es hilft ja nix. Stattdessen realisiere ich erst jetzt, dass ich meinen Geburtstag gestern nicht gefeiert, genossen oder in irgendeiner Weise gestaltet habe, wie es sich gehört.
Also mache ich das heute. Heut' ist mein Tag, wie Blümchen einst sagte. Kein Telefon, keine Mails. Mein morgendliches Ritual mit Nachrichten etc, und dann will ich mir beweisen, dass das Leben schön und lebenswert sein kann. :-)
post scriptum: Ich vergesse wahrscheinlich wieder, mich bei allen für die Glückwünsche zu bedanken -.- Es tut mir leid.
Ich liebe Euch wirklich, und ich kann einfach nicht rüberbringen, wie viel mir Eure seelische Unterstützung bedeutet... es ist schön, nicht allein gelassen zu sein...
Wie das manchmal so gehen kann. Da habe ich mir aus Nostalgie ein Musikvideo von vor zwanzig Jahren angeschaut - drollig, ich sehe gerade, dass ich hier im Blog noch nie darüber geschrieben habe, dabei hat das eine der größten Demos in Kiel begleitet, auf denen ich mitmarschiert bin. Ohrwurm und so.
Kennt jemand den Film THX 1138? Wenn ja, dann erstmal mein Kompliment, denn George Lucas' Debutfilm ist nicht jedermanns Sache. Er zeigt eine dystopische Gesellschaft, und auch wenn das Narrativ nicht immer ganz stringent sein mag, so prägt sich der visuelle Stil ein: Alles ist weiß. Farbige Vielfalt? No way. Individualität? Uh uh.
Hilfe bekommt nur, wer sich selbst helfen kann.
Genau so hat sich phasenweise in den letzten Jahren mein Leben angefühlt, vor allem in den Auswahlgesprächen an Schulen, erst recht, wenn ich seitens der Schwerbehindertenvertretung (SBV) des Ministeriums keine Unterstützung bekomme und mich allein und hilf- bzw. chancenlos in dieser schulischen Welt fühle.
Nehmen wir doch einmal als Beispiel das Auswahlgespräch. Wie immer sitze ich in einer Runde von repräsentativen Mitgliedern der Schule: Schulleitung, -vertretung, beide Fachvorsitzenden, Gleichstellungsbeauftragte. Seitdem ich gleichgestellt bin (mit schwerbehinderten Personen), muss immer die SBV des Ministeriums dabei sein, die für die jeweilige Region und Schulart zuständig ist. Das kann es manchmal etwas komplizierter machen, einen Termin für das Auswahlgespräch zu finden, aber hey, ich freue mich über die Unterstützung. Die theoretische Unterstützung.
Ich habe im Vorfeld per Mailwechsel Tipps von der SBV bekommen: "Bleiben Sie entspannt. Machen Sie sich groß. Sprechen Sie nicht über ihre Schwächen." Und bei letzterem Tipp ist die erste Warnlampe bei mir angegangen. Die ersten Tipps, die kann man jedem Menschen in jeder Vorstellungssituation geben, die haben nichts mit meiner Behinderung zu tun. Keiner der Tipps, die ich bekommen habe, hatten mit meiner Behinderung zu tun, außer eben jenem, nicht über meine Behinderung und die damit verbundenen Auswirkungen zu reden.
Ich denke mir, wtf? Ausgerechnet die für Inklusion zuständige SBV in einem auf seine schulische Inklusion so stolzen Bundesland rät mir, das alles totzuschweigen? Das erinnert mich ganz gruselig an die amerikanische Don't ask, don't tell-Initiative, mit der LGBTQ-Menschen endlich nicht mehr vom Militärdienst ausgechlossen wurden - solange sie ihre sexuelle Orientierung geheim hielten. Ja, ein Fortschritt, aber zu was für einem Preis? Und nun darf ich also hier als behinderte Lehrkraft aufgenommen werden, solange ich nicht über meine Behinderung spreche? Und der Tipp kommt ausgerechnet von der SBV unseres Bildungsministeriums??? Wer hatte bitteschön diese Idee, Frau Stenke???
Aber das lässt sich alles noch steigern. Die Schulleitung bietet mir, das war rücksichtsvoll, an, die Sitzordnung so zu ändern, dass ich mich während des Gesprächs wohlfühle. Ich mache davon keinen Gebrauch. Dass ich einen Nachteilsausgleich (NTA) für ein Auswahlgespräch beantragen kann, der zum Beispiel die Anzahl der am Gespräch teilnehmenden Personen reduzieren kann, davon weiß ich nichts. Von der SBV habe ich davon jedenfalls nichts gehört, erst jetzt vor Kurzem im IntegrationsManagement der faw Kiel.
Steigern, nächster Teil: Ich werde begrüßt mit den Worten: "Herzlich willkommen zum Auswahlgespräch, wobei, ein Gespräch ist das hier nicht. Wir haben hier ein paar Leitfragen für sie vorbereitet und sie haben dreißig Minuten für ihre Antworten dazu. Wir sagen nichts, wir hören ihnen einfach zu."
Da gab es dann schon keine Warnlampen mehr, da ist mein Konstrukt des VorstellungsGESPRÄCHS auseinandergebrochen und ich habe Panik bekommen. Der Vollständigkeit halber: Es ist bei vielen Schulen üblich, einen Fragenkatalog zu präsentieren, der sich mit Fachdidaktik und schulischen Fragen beschäftigt. Dass ich allerdings, nachdem ich mich eine Woche lang auf ein Gespräch inklusive "Machen sie sich groß" vorbereitet habe, völlig ohne Vorbereitungszeit einen halbstündigen fachdidaktischen Monovortrag halten soll (es ging in keiner der Fragen um meine Person oder wie ich die Schule bereichern könnte. Es waren ausschließlich fachdidaktische Fragen), das war einfach nur gemein.
Zur Info: Einer der Standard-NTAs für unsere SchülerInnen auf dem Autismus-Spektrum besteht in einer Arbeitszeitverlängerung, damit sie sich mit der Prüfungssituation arrangieren können. Nichts davon für die autistische Lehrkraft. Und die SBV? Schweigt.
Und dann: "Ihre Notizen stecken sie bitte weg." Gemeint waren meine Stichpunkte, die ich im Gespräch zu meinen Stärken anbringen wollte. Ich bin darauf angewiesen, denn als Autist komme ich in solchen Prüfungssituationen schnell in eine Tunnelblick-Situation und vergesse, wichtige Punkte zu erwähnen. Diese Notizen waren quasi eine weitere Form des NTA. Direkt zu Beginn gestrichen, und die SBV? Schweigt. Kein einziges Wort vor, während oder nach dem "Gespräch".
Natürlich habe ich die Stelle nicht bekommen. Ich bin unter Tränen nach Haus gegangen und hatte da dann die komplette Panikattacke. Die vorherige SBV hätte das Verhalten der SL niemals in dieser Form durchgehen lassen. Der Nachfolger hat nichts zu meiner Behinderung zu sagen und bekommt auch den Mund nicht auf, als die SL systematisch all' meine Hilfen in die Tonne befördert und mich unangekündigt in eine Prüfungssituation versetzt.. Das konnte ich nicht verstehen, also habe ich danach eine Mail an die SBV geschrieben:
"Lieber SBV,
ich hätte da noch einmal eine Frage zu den
Modalitäten bei Auswahlgesprächen. Das letzte Gespräch an der Schule XXX war ja,
wie Sie selbst erlebt haben, eher unterirdisch. Ich hatte mich auf ein
"Gespräch" vorbereitet, auf alle möglichen Fragen und Transaktionen -
nicht nur Fachdidaktisches, sondern zu meiner Person, meiner möglichen
Rolle am XXX und pädagogischen Dingen. Ich hatte mir Notizen gemacht,
damit ich in der Aufregung nichts vergesse. Das passiert mir als
Autisten in Stresssituationen leicht.
Dann
kam es aber zum Auswahltermin, und die SL hat gleich
klargemacht, dass es sich um kein "Gespräch" handelt, sondern um einen
Spontanvortrag meinerseits. Wir wissen, dass Menschen auf dem
Autismusspektrum mit spontanen Änderungen oft große Probleme haben;
hinzu kam die Aufforderung seitens der Schulleitung, dass ich meine
Notizen wegstecken möge. Ich war kurz davor, ein Beruhigungsmittel
zu nehmen, aber bis das gewirkt hätte, wäre der Vortrag vorbei gewesen.
Ich
war ein wenig überrascht, dass Sie an dieser Stelle nichts gesagt
haben. Meine Notizen waren die einzige Form eines möglichen NTA
gegenüber neurotypischen BewerberInnen an diesem Termin. Mir ist
mittlerweile bewusst, dass behinderte Menschen so gut wie keinerlei
besondere Berücksichtigung mehr in Einstellungsverfahren erhalten, aber
das hier empfand ich wirklich als "gemein". Es waren fünf rein
fachdidaktische Fragen, nichts zu Pädagogik, SchülerInnen, meinem
Lebenslauf bzw. meinen Referenzen und meinen Stärken ("Machen Sie sich
groß!") (was den Verdacht stärkt, dass die Schule bereits jemanden für
die Stelle vorgesehen hatte). Ich hatte befürchtet, dass es so kommt,
denn vor einem Jahr ist es genau so gelaufen, wie Sie ja wissen [...].
Mir
ist bewusst, dass jede Schule ihr Auswahlgespräch nach ihren eigenen
Vorstellungen gestalten darf. Das sagt dann ja auch Einiges über die
Schule aus, und in Rückschau bin ich ganz erleichtert, nicht dort
gelandet zu sein. Aber ich frage mich, was genau Ihre Aufgabe als SBV
ist - nehmen Sie das bitte nicht persönlich [...].
Ich
frage mich, wo die über zehn Jahre Diensterfahrung, die Noten, die
Gutachten, die Ehrenämter - wo das alles Berücksichtigung in der
Entscheidung gefunden hat - wenn überhaupt.
Ich
werde in der nächsten Zeit ein Coaching-Angebot für Autisten seitens
der faw Kiel in Anspruch nehmen. Vielleicht kann ich wenigstens dort etwas Hilfe
und Verständnis erfahren.
[...]"
Gesendet am 03.07.26. Bis heute, dem 08.08.26 keine Antwort vom SBV des Ministeriums.
Danke, Frau Stenke, danke, Frau Prien (deren Geist auch heute noch über der Schullandschaft wabert).
Muss man nichts weiter zu sagen.
Hier jedenfalls kommt die Farbe wieder in's Spiel. Dieses Auswahlgespräch hat mich "grau" gemacht, hat mir quasi jede Perspektive genommen und mich ausschließlich mit Frust und Depression und Hoffnungslosigkeit zurückgelassen. Und dann stolpere ich über das Musikvideo zu Robyns Cobrastyle, und das hat mir sehr geholfen, diese letzte Schule endgültig aus meinem Kopf zu entleeren, die Schulleitung ebenso, und den SBV nicht mehr als ernsthafte Hilfe zu betrachten, sondern festzustellen, dass ich mir selbst helfen muss.
In der faw Kiel wird gerade mein Coahingplan für die nächsten drei Monate erstellt. Ich bin dort empfangen worden mit Empathie, Einfühlungsvermögen und vor allem mit Rücksicht auf Behinderung und Erkrankungen. Ich habe mich endlich mal nicht wie ein Mensch gefühlt, den man eigentlich wegwerfen könnte, oder der zumindest auf's Abstellgleis gehört.
Ich bin so gespannt, wie das wird! Ich halte Euch auf dem Laufenden :-) Und wer nun noch etwas poppige Musik zum Wachwerden braucht - hier ist ist Robyn: