Sonntag, 16. Dezember 2018

Dönerteller Versace

Von ​German-speaking Benutzer Wollschaf, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=180122

Von dem Döner ist nichts mehr übrig, verspachtelt, und ich fühle mich wie ein schlachtreifes Mutterschwein. Das war nicht immer so. Also, zum einen war ich nicht immer so platzfett wie jetzt, und zum anderen hätte ich mir nicht immer einen Döner geholt. Denn früher war ich in dieser Hinsicht sehr meinem "Hochbegabter steht sich selbst im Weg"-Prinzip treu. Wenn mich jemand gefragt hat, ob wir einen Döner essen gehen wollen, habe ich ziemlich schnell und selbstsicher geantwortet, dass ich keinen Döner mag. War ja auch so - mochte ich noch nie; früher mochte ich noch nicht einmal Fleisch.

Dachte ich. Ohne das je probiert zu haben, ich konnte nicht einmal genau sagen, was überhaupt ein Döner ist. Ich wollte das nur einfach nicht probieren - könnte ja sein, dass ich es wirklich nicht mag. Oder noch schlimmer: Dass ich es eben doch mag. Denn in jener Phase war der Döner in Deutschland auf einem Vormarsch, jeder aß Döner, ein riesiger Trend. Damit stand für mich fest, dass ich das auf gar keinen Fall essen wollte, denn ich war immer gegen Dinge, die gerade in sind. Ein Gemisch aus Voreingenommenheit, Vorverurteilungen und einfach völlig falscher Vorstellungen davon, was ein Döner ist.

Ich glaube, viele von uns kennen das. Vielleicht irgendwie menschlich, so wie unser human placement, um das es gestern ging? Ich bin mittlerweile immerhin ein winzig kleines bisschen offener geworden, Neues auch einmal auszuprobieren. Und ich hoffe, dass ich das nicht mit den Jahren wieder aufgebe; Die Tante hat mir vorgelebt, offen für Veränderungen zu sein.

Let's go!

post scriptum: Wer den Titel nicht versteht - es handelt sich hierbei um eine (zugegeben schlechte) Verballhornung des Namens "Donatella Versace".

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