Freitag, 31. August 2018

Wochenendplatzen

Frei! Alle Gedanken rausströmen lassen...

Jedesmal, wenn ich in der Schule ankomme, werde ich lautstark begrüßt. Das ist echt irre: Kaum steige ich aus dem Auto, gibt es direkt Geschnatter, laut, schnell, ich verstehe kein Wort. Und immer in Bewegung, hin und her, und ich denke mir, och Leude, könnt ihr nicht ein bisschen Ruhe einkehren lassen? Einfach ein bisschen ausgeglichener, und mir nicht gleich das Ohr abkauen?

Nein, können sie nicht, denn sie sind Schwalben in einer Parkgarage, und sie müssen ihre vier Jungen im Nest warnen, dass Gefahr im Anmarsch ist. Ratzfatz fliegen sie aus dem Nest auf einen der extra angebrachten Vorsprünge, um die Situation zu sondieren, während ich mich aus dem Auto pelle. Nur noch die Treppe zum Parkdeck hoch, dann bin ich weg und die Schwalbeneltern können mit ihrem Frühstücksgezeter weitermachen.

Die zweite Schulwoche ist um und die Deja-Vu-Erlebnisse häufen sich. Es fühlt sich alles so vertraut an: Das kleine Lehrerzimmer, in dem nur Knallköpfe sitzen (sagen sie selbst). Diese Schüler, die anfangen, eine eigene Identität zu entwickeln. Die lockeren Sprüche, die Tiefenentspannung. Der Umstand, dass ich unter der Woche keine Beiträge für den Blog schreibe, weil ich geistig voll in der Schule bin. Ich bin mittlerweile so oft an meine Zeit in St.Peter-Ording erinnert worden, dass ich langsam wirklich glaube, hier könnte ich richtig sein.

Eines dieser "Kenne ich!"-Erlebnisse ist der Meditationstag, der letzte Tag des Schulblocks. In SPO war es immer der Donnerstag, und auch an der KGS, jetzt ist es der Freitag. Bis zu diesem Tag nehme ich unzählige Eindrücke in der Schule auf, denke fast die ganze Zeit an den Unterricht, die Kollegen, die Schüler. Immer mehr Eindrücke sammeln sich, die ich gar nicht verarbeiten kann (deswegen fällt es mir wirklich schwer, unter der Woche Artikel für Euch zu schreiben!) - bis der Meditationstag kommt. Mein Gehirn voll beladen mit Erlebnissen aus der Woche, übervoll, dazu tolle Filmeindrücke, und dann geht es in die Meditation und endlich kommt die Zeit und Ruhe, das alles noch einmal durchzugehen. Als würde meine Gedankensammlung im Gehirn platzen und während der Meditation bunt durcheinander in alle Richtungen davonstreben.

Dieses Wochenendplatzen hatte ich in SPO sehr intensiv, es ist für mich zu einem unverkennlichen Teil einer tollen Phase geworden. Es ist schön, das jetzt wieder zu fühlen. Ich hoffe, dass ich in den nächsten Monaten nicht alles falsch machen werde.

Und nu ab in's Wochenende!

Montag, 27. August 2018

Ramschnachrichten

Manchmal will man sich in einem Bunker einschließen...

Oh mann, irgendwie ist das alles gerade zuviel Neues, und ich bekomme keine Ordnung in meinen Kopf (Alltag und Wohnung lasse ich mal komplett außen vor). Eben habe ich in meinen Nachrichten bei Facebook runtergescrollt und gesehen, dass da immer noch ungelesene Geburtstagsglückwünsche waren. Wie peinlich ist das denn! Das ist ein typischer Fall von "Oh, nett, will ich jetzt gerade nicht lesen, weil mein Kopf woanders feststeckt, also ramsche ich diese Nachrichten erstmal zur Seite und beantworte die später." - oder eben auch nicht, wie ich jetzt, über zwei Wochen später merke.

Also, liebe Leute, nehmt es mir nicht übel, aber ich ticke noch nichtmal ansatzweise in einem Takt, der sich Alltag nennen könnte. Und das führt zu zahlreichen lapsus, und ich muss erstmal schauen, dass ich alles Wichtige auf die Reihe bekomme. Macht ja gleich einen wunderbaren Eindruck, wenn der neue Lehrer so verpeilt ist - aber ich habe vorgewarnt, dass ich eine Weile brauche, um in die richtige Bahn zu kommen; gab natürlich die Standard HB-NB-Antwort "Keine Sorge, das brauchen wir alle hier."

Also muss ich jetzt mal so nach und nach hier alles entramschen, seien es nun Nachrichten, alte Papierstapel und was es sonst noch alles rauszuwerfen gibt. Das ist eine ganze Menge.

Kommt gut in die neue Woche!

Sonntag, 26. August 2018

Schall und Rauch

Manches bedarf keiner Worte...

Was wäre, wenn ich nicht mehr sprechen könnte? Was wäre, wenn ich nicht mehr sprechen dürfte? Könnte ich es damit aushalten?

Ich liebe Science Fiction. Sie beschäftigt sich mit allen möglichen Was wäre, wenn-Fragen, schon seit den Anfängen jeglicher Form von Literatur. Nicolai Klimii Iter Subterraneum (1741) von Ludvig Holberg handelt von einer Reise in eine Welt unter- bzw. innerhalb unserer eigenen. Fritz Langs Metropolis (1927) erzählt von einer hochtechnologisierten Stadt und einer unterirdischen Arbeiterstadt, George Orwells Nineteen Eighty-Four (1948) erzählt von einem vollkommen überwachten Leben, Ridley Scotts Blade Runner (1982) beschäftigt sich mit dem Thema künstliches Leben (wie übrigens auch Metropolis). Immer geht es darum, eine Variation zu finden.

Eine Variation von unserem derzeitigen, "normalen" Leben, dessen wir vielleicht überdrüssig geworden sind, und das macht SciFi so interessant - dass uns eine Antwort geboten wird auf die Frage Was wäre, wenn...?

Ich konnte mich früher nie für das Genre begeistern. Das war mir zu unrealistisch; SciFi lebt davon, dass wir die uns dargebotenen Welten als möglich akzeptieren, und das wollte, oder konnte, ich damals nicht. Mittlerweile funktioniert das, und seitdem kann ich mich vollkommen auf einige der besten Geschichten einlassen, die die Literatur uns in Schrift und Film zu bieten hat.

Natürlich sind die dargebotenen Szenarien abgefahren. Doch gerade darin besteht der Reiz: Zu erleben, wie Menschen wohl damit umgehen würden, wenn diese Szenarien real wären. Und an dieser Stelle kehre ich zurück zum Einstieg: Was wäre, wenn wir nicht mehr sprechen dürften? Wenn jeder Laut, den wir zu viel machten, uns das Leben kosten könnte?

An dieser Stelle eine SPOILERwarnung: Es geht um den Film A Quiet Place (2018). Wer ihn noch sehen möchte, sollte vielleicht nicht weiterlesen, sondern sich auf einen sehr spannenden, originellen und inspirierenden Film einlassen, der wichtige Grundsatzfragen provoziert, zum Beispiel zur Bedeutung des gesprochenen Worts. Weit unten gibt es eine Spoiler-Entwarnung.

Und damit landen wir bei des Films Prämisse, herrlich indirekt eingeführt mittels einer schlichten Texttafel "Day 89": Wir erleben Kamerafahrten durch eine Stadt, die wie leergefegt wirkt. Menschenlose Straßen, leere Gebäude, Müll und Blätter pflastern die Straßen und Gehwege. Wir wissen, dass irgendwas passiert ist, und versuchen von nun an herauszufinden, was das wohl gewesen sein mag, und ob überhaupt noch jemand an diesem Ort lebt. Wir entdecken einen Supermarkt: eine fünfköpfige Familie schleicht zwischen den Regalen umher auf der Suche nach Medikamenten und elektrischen Bauteilen. Anhand ihres Verhaltens erkennen wir innerhalb der ersten paar Sekunden: Es scheint unglaublich wichtig zu sein, dass sie keinen Laut machen - daher gehen sie barfuß, daher geben sie sich Mühe, nichts fallen zu lassen, daher kommunizieren sie per Gebärdensprache (für den Zuschauer netterweise untertitelt: Der gesamte Film enthält so gut wie keinen gesprochenen Dialog) - auch für die ältere Tochter, die seit ihrer Geburt taub ist, wie wir per subjektiver Kamera erfahren. Nachdem sie mit ihrer Suche im Geschäft fertig sind, machen sie sich auf den Weg durch einen Wald - ein Weg, der sorgfältig mit feinem Sand ausgestreut ist. Sie wollen eine Brücke überqueren, als hinter ihnen, in ein paar Metern Entfernung, der vierjährige Sohn ein Elektrospielzeug einschaltet, das zu blinken beginnt und laute Geräusche von sich gibt. Der Vater erstarrt, läuft sofort in Richtung des Sohnes. Die Mutter bricht zusammen, hält erschrocken ihre Hände vor den Mund. Die taube Tochter sieht die Mienen ihrer Eltern, dreht sich um, sieht das blinkende Spielzeug und realisiert - das war laut. Zu laut. Und in der Entfernung beginnt es zu rascheln...

Ach klasse, hier kann ich noch einmal vor den SPOILERn warnen: Das war der Prolog des Films bis zur Einblendung des Titels. Noch könnt Ihr Euch entscheiden, diesen Film unvorbelastet anzusehen - ich werde jetzt etwas in's Detail gehen, um zu erklären, wie dieser Film es in seinem Genre in die Top Ten der Kritikerlisten bei rottentomatoes.com gebracht hat. Gönnt Euch diese nicht einmal neunzig Minuten und geht mit einem Hochgefühl aus dem Abspann heraus, um einen Kritiker zu zitieren. Denn ich komme jetzt in's Schwärmen. Unten gibt es eine Spoiler-Entwarnung.

Innerhalb der ersten fünfundvierzig Minuten werden wir in das Konzept der Geschichte eingeführt. Der jüngste Sohn kommt bei dem Vorfall an der Brücke um's Leben, der Hauptteil der Geschichte spielt allerdings über ein Jahr später. Durch indirekte Hinweise und häppchenweise präsentierte Puzzlestücke erfahren wir, dass außerirdische Kreaturen auf der Erde erschienen sind, deren Panzerung undurchdringlich ist, die keine Sichtorgane haben, dafür aber über ein hypersensitives Gehör verfügen, nach dem sie alles jagen, was Geräusche macht, die lauter als die Umgebungsgeräusche sind.

Auch wenn das vielleicht albern klingen mag, wird diese Was wäre wenn-Geschichte konsequent und absolut überzeugend umgesetzt: Wir sehen nicht viel von den Wesen in der ersten Hälfte des Films (Spielberg wusste, dass man den Weißen Hai bis zum letzten Akt geheim halten sollte, und auch Regisseur Krasinski befolgt diesen Rat), und es werden auch keine weiteren tödlichen Zwischenfälle gezeigt: Der Film spielt über vierhundert Tage nach der Ankunft der außerirdischen Wesen durch einen Meteoriteneinschlag, und es gibt kaum noch Überlebende im Umkreis der Familie - nur jene, die gelernt haben, sich anzupassen.

Und wie das geht, zeigt uns die erste Hälfte in warmen, emotionalen Sequenzen. Kommunikation per Gebärdensprache, Liebesbekundungen innerhalb der Familie ohne Worte. Die taube Tochter, die sich von ihrem Vater ungeliebt fühlt. Wie bereitet man Essen zu, ohne Laute zu produzieren? Wie lässt man seinem Kind Schulerziehung angedeihen, ohne zu sprechen? Wie verbringt man seine Freizeit? Wie geht man mit Schmerzen um? Und - wie findet man trotzdem Wege, um laut miteinander sprechen zu können? In aller Ruhe werden wir über eine Dreiviertelstunde lang in diesen Alltag eingeführt, und zwar auf eine Art, die nicht nur nicht langweilig ist, sondern uns zu einem Teil der Familie werden lässt. Wir fragen uns, wie wir selbst in gewissen Situationen handeln würden, und uns schwant Unheil, als wir realisieren, dass die Mutter im neunten Monat schwanger ist...

...und genau das ist der Punkt, an dem der Film die Gangart und das Genre wechselt. Von einem Science Fiction-Drama wechselt die Geschichte schlagartig in einen Horrorfilm. Bitte nicht abschrecken lassen: Es gibt kein Gesplatter, sondern in erster Linie nägelzerbeißende Suspense. Natürlich sind Schrecksekunden dabei, BOO-Momente, in denen man zusammenzuckt - ist logisch, wenn es immer still ist und dann plötzlich ein Geräusch erzeugt wirkt und man weiß, dass es die Kreaturen aufmerksam gemacht haben könnte. Natürlich beginnt der Genrewechsel, als eines Abends die Wehen der Mutter einsetzen und Geräusche absolut unvermeidlich scheinen.

Hier ist ENDE der wesentlichen SPOILER, es darf weitergelesen werden.

Von dieser Stelle an will ich tatsächlich nichts weiter zum Inhalt verraten, sondern kurz beschreiben, was der Film bei mir bewirkt hat. Klar, ich mag Horrorfilme. Aber in den letzten Jahren gab es eine ganze Menge Fließbandausstoß, Filme wie Insidious, Annabelle, Fortsetzungen eigentlich guter Filme wie The Conjuring, Paranormal Activity oder Sinister. Ziel dieser Filme ist es, Teenager in Angst und Schrecken zu versetzen und Geld in die Kassen zu spülen (die große Buba stirbt gerade), und das funktioniert auch. Aber, ich hätte nie gedacht, dass ich das einmal denken würde: Ich hätte gern etwas Originelles, etwas Neues. Mittlerweile schaue ich viele Film, und den anderen Kram kenne ich schon, und ja, ich erschrecke mich, aber nein, diese Filme wirken kein bisschen nach. Doch aus unerwarteten Ecken kommen immer wieder Filme, die in meinem Kopf hängen bleiben, weil sie neue Wege gehen. So habe ich über Get Out (2017)The Babadook (2014) und It Follows (2014) geschrieben.

A Quiet Place schafft es, dass wir uns immer wieder fragen: Brauchen wir überhaupt gesprochene Wörter? Wie können wir noch ausdrücken, dass wir unser Kind lieben (was zu einer Szene führt, bei der ich tatsächlich Tränen in den Augen hatte, sehr schön)? Was bedeutet es, Eltern zu sein? Was bedeutet es, sich anzupassen?

Und der Film schafft es, einen sensationellen final shot hinzulegen; das hat Brian Tallerico in seiner Rezension erwähnt und das muss ich auch noch einmal bestätigen - denn ich wäre bei den Schlusscredits fast aufgestanden - klatschen musste ich definitiv, weil der Film an der perfekten Stelle endet, mit einer Geste und einem Geräusch, das wir schon unzählige Male in Filmen gesehen haben, aber hier wirkt es, hier sorgt es dafür, dass ich inspiriert und triumphierend aus einem Film in eine Meditation gegangen bin - ein Gefühl, das ich in dieser Intensität zuletzt bei Dark City (1998) hatte. Und ich liebe es, wenn ein Film mich wie einen intelligenten Zuschauer behandelt, ohne nervige oder künstliche Exposition, sondern mich selbst die Geschichte zusammensetzen lässt. Man nennt das wohl visual storytelling, das sich auf Einstellungen, Kamerafahrten, alles außer Dialoge verlässt, und das mag ich, weil so Vieles in meinem Kopf stattfinden kann.

Also, wenngleich nicht jeder ein Horrorfan sein mag: Dieser Film ist gleichzeitig eine großartige Science Fiction-Parabel über die Geräusche, die Lautstärke, die unser Leben ausmacht, und wie bereichernd es sein kann, still zu sein. Ich fühle mich durch diesen Film in meiner Vorstellungskraft bereichert, und das schaffen nicht viele Filme. Ein tolles Erlebnis, das ich mir heute nacht wahrscheinlich noch einmal geben werde, um einige Szenen etwas genauer zu betrachten. Wie schrieb einst Goethe?  

Worte sind nichts als Schall und Rauch...





post scriptum: Toll übrigens, dass der Regisseur für die ältere, taube Tochter eine taube Darstellerin gewählt hat - Millicent Simmonds - die mit knapp sechzehn Jahren eine beeindruckende Leistung darbietet. Und ich möchte nicht den Vergleich zu "Don't Breathe" (2016) außer Acht lassen, ein sehr effektiver Film, in dem es auch um den Hörsinn geht; wenn jener gut genannt wird, kann "A Quiet Place" getrost sehr gut genannt werden.

paulo post scriptum: Ach herrje, das ist jetzt ein relativ langer Text geworden. Signalisiert, dass ich wirklich begeistert von dem Film bin... klar könnte ich die Zeit auch nutzen, um meinen Unterricht vorzubereiten, aber es wird sich - hoffentlich - ein "Vier Tage Arbeit - Drei Tage frei"-Rhythmus einstellen, ähnlich wie damals in St.Peter-Ording, und das bedeutet, dass ich meine freien Tage auslebe. Und ich muss mich erst noch darauf umstellen, dass ich ja neuerdings den Montag frei habe. Klingt nach einer harmlosen Umstellung, aber für diesen Hochbegabten ist das ein ziemlich tiefer Einschnitt in eine jahrelang eingeübte Taktung...

Samstag, 25. August 2018

The Last Klopapier

Ähm... das war es dann also.

Kein Mensch geht samstags einkaufen. Niemand!

...würde ich normalerweise sagen. Denn da ist viel los in den Supermärkten, man findet kotzende Kinder, mörderische Scannerkassen oder das Tor zur Hölle tut sich auf. Ich glaube wirklich, dass an keinem anderen Tag das Einkaufen so sehr zu einer sozialen Aktion wird wie am Samstagmittag. Und weil die viel zu vielen Eindrücke der Kotzkinder, ausgelaufenen Waschmittelflaschen und verlorenen EC-Karten mein Gehirn dann gern überfordern - anstatt sich einfach nur auf's Bezahlen zu konzentrieren - kaufe ich zu unauffälligen Zeiten ein. Das klappt auch immer - bis auf heute.

Es ist doch nicht zu glauben: Während der unzähligen Semester meines Studiums hat meine Mutter sich immer sehr um mich gesorgt, Junge, hast du denn auch genug zu essen da, ich habe hier noch Spaghettisoße eingefroren, und hast du genügend Socken, und oben sind noch volle Pakete Klopapier, nimm' reichlich mit! (Der heutige Film hat mir mal wieder vor Augen geführt, warum Mütter so sind, wie sie sind)

Und jedesmal war es mir unangenehm, wenn ich eigentlich nichts in Kronshagen brauchte, und so habe ich dann oft Tiefgefrorenes mitgenommen, damit meine Mutter sich keine Sorgen mehr macht. Aber Klopapier? Jedesmal hat sie bei dem Klopapier nachgefragt - es sei ja schlimm, kein Klopapier im Haus zu haben und das wird ja nicht schlecht. Und jedesmal habe ich mir gedacht: "Ich habe in meiner Wohnung noch unzählige Rollen, ich weiß gar nicht, wohin damit, wenn ich noch ein Paket mitnehme, und außerdem hole ich immer rechtzeitig Nachschub."

Habe ich auch gemacht: Wenn noch zwei, drei Rollen übrig waren, ist der Punkt auf meiner Drogerie-Einkaufsliste gelandet, Ihr kennt das. Aber diese Woche hat mal wieder einen Klassiker hervorgebracht - das Essenvergessen. Nur, dass ich diesmal an das Essen gedacht habe, dafür aber vieles Andere völlig aus dem Blick verloren. Das Video mit den Geburtstagsgrüßen muss noch zurechtgeschnitten werden, Er war ja letztes Wochenende dran. Die Tafelfolie muss an die Wand gepappt werden, damit ich endlich eine gut sichtbare To Do-Liste in der Wohnung habe. Geschirr - wunderbar in der ganzen Wohnung verteilt, und ich bemerke es erst, wenn ich in den Schrank greife und kein sauberes Glas mehr finde.

Die neue Schule, die neuen Schüler, der neue Ort, das ist alles zu aufregend. Mein Gehirn konzentriert sich genau darauf, alles Andere ist irrelevant. Und so kam es dazu, dass ich heute früh mit der auf dem Foto abgebildeten Situation konfrontiert wurde. Mit fünfunddreißig Jahren ist es mir nun zum ersten Mal passiert - kein Toilettenpapier mehr. Werde ich alt? Die fette Schnecke weiß: Ich bin alt.

Also bin ich heute einkaufen gegangen. Zu plaza, um die Mittagszeit, passender geht es nicht: Acht Kassen sind geöffnet und überall stehen sie. Früher hätte ich versucht, anhand der Einkaufswagen und des Alters der Kunden mir zu überlegen, an welcher Kasse ich am schnellsten durch sein dürfte. War immer eine nette Rechnerei, aber heute ticke ich anders, versuche mich mehr auf das Gefühl der Ausgeglichenheit des Buddhismus zu berufen - Nichts ist entspannender als das anzunehmen, was kommt - und stelle mich an der Kasse mit dem hübschesten Kassierer an. Und die Wartezeit habe ich genutzt, um mir diesen Beitrag durch den Kopf gehen zu lassen, denn die ganze Situation hat mir eine Sache ganz klar vor Augen geführt:

Ich bin frei und ungebunden, die einzige Einschränkung in der Flexibilität erlege ich mir selbst auf. Mir wird an diesem Tag erst richtig bewusst, dass ich normalerweise einkaufen gehe, wann ich Lust habe, denn meistens sind die Kassen komplett frei. Diese anderen Menschen, die für einen Samstagsstau sorgen, können womöglich keinen anderen Zeitpunkt zum Einkaufen finden: Unter der Woche sind sie berufstätig, und nach Feierabend müssen sie sich womöglich um ihre kleinen Kinder kümmern. Vielleicht kommen sie von außerhalb, da kann man eben nicht mal schnell zu sky runter - und in ihrer Freizeit möchten diese Menschen sich vielleicht ein bisschen mit ihrem Lebenspartner beschäftigen.

Ich habe keinen festen Partner, ich wohne allein und kann, abgesehen vom Schuldienst, die Dinge dann machen, wann ich sie für richtig erachte. Und das ist ein hohes Gut. Ich sollte mir das immer mal wieder in Erinnerung rufen, wenn ich lange Schlangen an den Kassen sehe.

Und damit kein falscher Eindruck entsteht: Ich möchte diese Freiheit im Verhältnis zu anderen Lebensskripten nicht bewerten! Ich habe Hochachtung vor den Menschen, die es schaffen, Beruf, Familie, Wohnung und Hobby zu wuppen, mit Augenzwinkern an die Sannitanic. Und ich kann es mir nicht einmal im Ansatz vorstellen, was all' diese Dinge, die sie unflexibel machen, im Austausch geben. Es muss ein tolles Gefühl sein, eine Familie zu haben, und auch aus der Hochbegabtensicht muss es sich gut anfühlen, wenn der Alltag wie ein Uhrwerk läuft. Voll, aber fließend.

Das sind also unterschiedliche Lebensskripte, so wie jeder von uns sein eigenes Skript hat (Terminologie der Transaktionsanalyse). Und keines ist besser oder schlechter, sondern einfach nur anders.

post scriptum: Über den heutigen Film werde ich unbedingt noch einen Artikel schreiben müssen. Science-Fiction - was wäre, wenn wir still sein müssten, um zu überleben? "A Quiet Place", ganz frisch aus diesem Jahr und mittlerweile auch bei Amazon prime verfügbar.

Freitag, 24. August 2018

Ein neuer Start

Anständig war gestern...?

Montag

Das neue Schuljahr hat begonnen, und damit wünsche ich allen Kollegen und Kolleginnen unter den Lesern erst einmal einen erfolgreichen Start in sechs Wochen Schulbetrieb, bevor dann auch schon wieder in den Herbstferien gelandet wird.
Für mich hat der Tag heute begonnen wie für viele Andere - mit einer Dienstkonferenz (wobei viele andere Schulen das schon am vergangenen Freitag hinter sich gebracht haben). Mein Abteilungsleiter hat viel Wert darauf gelegt, dass wir das letzte Wochenende in den Ferien noch zum Entspannen nutzen, und das habe ich natürlich gern befolgt.

Von einem Kollegium zum nächsten, und nun bin ich wieder in einer kleineren Runde gelandet; wir sind ingesamt einundzwanzig Kollegen, und das Lehrerzimmer erinnert mich von der Größe her an SPO, und auch vom ersten Eindruck hinsichtlich der Atmosphäre.

Dienstag

Meine Schüler sind so etwa zwischen sechzehn und einundzwanzig Jahren alt. Es sind genau die Leute, die ich in SPO mit dem MSA verabschiedet habe, also kenne ich diese Schüler irgendwie. Also ob ich nie an einer anderen Schulart unterrichtet hätte, wobei das nur für die Lernenden gilt.

Meine Abteilung hat durchgeknallte Lehrer, das behaupten sie zumindest selbst. Und sie wirken extrem locker, das freut mich sehr, denn auch das erinnert mich an SPO. Ist einfach etwas Anderes mit einem kleinen Lehrerzimmer und einem Klassenkollegium, das nur aus mir und vier weiteren Kollegen besteht. Once again: SPO-like.

Mittwoch

Ich schreibe mal wieder vollkommen zusammenhanglos - ich liebe es. Die Vorstellungsrunden in den Lerngruppen sind eigentlich wie an jeder anderen Schule; nur eine Frage bringt mitunter sehr spannende Antworten mit sich und viele Schüler geben dort sehr ehrlich Auskunft: "Warum sitzt ihr überhaupt hier? Ihr habt doch jetzt euren MSA in der Tasche, warum tut ihr euch noch mehr Schule an?"

Meistens gehen die Antworten in Richtung größerer Berufsauswahl. Sehr oft haben sie aber auch Angst oder sind unsicher, was sie nach der Schule machen sollen, und so bieten sich für sie noch ein, zwei Jahre zusätzliche Bedenkzeit. Kann ich so gut nachvollziehen, gerade, wenn man mal so eben fünfzehn oder sechzehn Jahre alt ist.

Ganz selten kommt als Antwort auch, dass ihnen die Schulzeit einfach gut gefällt, sie fühlen sich dort wohl. Das finde ich toll; Andere sind eher aus Not hier: "Ich bin aus meiner Ausbildung rausgeflogen und möchte mir hier neue Chancen suchen." - "Ich bin entlassen worden und der Rechtsfall läuft zwei Jahre, und ich hab mir gedacht, dass ich in der Zwischenzeit was aus mir machen kann."

Viele waren schon im Ausland, und das Leistungsspektrum geht extrem weit auseinander. Der Gemeinschaftsschulklassiker halt. Ich finde die jungen Erwachsenen toll. Sie sind endlich wieder richtig authentisch. Man muss sie nicht wie Kleinkinder betüddeln. Manche haben Scheiße gebaut und sind in der Lernphase angekommen. Sie brauchen diesen Abschluss, und ich hoffe, dass ich möglichst viele von ihnen durchbringen kann.

Donnerstag

So ungewöhnlich. Die Klassenräume stehen alle immer offen. Die Pausen sind, abgesehen von der fünfundzwanzigminütigen Frühstückspause, recht kurz - so ist die achte Stunde um halb drei Uhr nachmittags vorbei. Entlassung in die Freiheit. Das Kollegium nicht spießig-konservativ. Es geht um eine angenehme Zeit für alle und einen Lernerfolg für die Schüler, "ohne den Druck vom Gymnasium", wie ich zu hören bekommen habe.

"Und, bist du schon ein bisschen hier angekommen?" fragt mich eine Kollegin. Wieder einmal der HB-Zwiespalt. Soll ich ihr sagen, dass so etwas bei mir sehr lange dauert? Dass es Monate dauern kann, bis ich einmal von mir aus jemanden anspreche, und bevor ich mich in dem kleinen Lehrerzimmer nicht immer automatisch von den anderen Kollegen wegsetze? Oder soll ich ihr das sagen, was sie hören will, irgendwas Positives, damit ich meine Ruhe habe? Ja, das mache ich.

Und erst auf der Heimfahrt wird mir bewusst, dass ich nicht gelogen habe. Denn es waren nur ganz wenige Tage bisher, an dieser neuen Schule. Aber ein Gefühl scheint sich einzustellen, das ich in dieser Form sehr lange nicht mehr hatte. Zum letzten Mal vor viereinhalb Jahren, nachdem ich die erste Nacht in meiner neuen Wohnung in Kiel geschlafen habe. Dieses Gefühl davon, endlich den "richtigen" Ort gefunden zu haben; dieses Gefühl, sich nicht wie ein Fremdkörper zu verhalten.

Klar, es ist nur ein Gefühl, und es sind gerade erst ein paar Tage an diesem neuen Arbeitsplatz. Aber ich glaube, ich scheine mich darauf einlassen zu können, dass dieses endlich meine Schule wird. Ich kann in Kiel wohnen bleiben, ich habe nette, entspannte Kollegen, ich kann mit den Schülern arbeiten, keiner unter fünfzehn, und irgendwie alle nicht perfekt. Ich fühle mich gerade wohl.

Ganz randompömpöm habe ich jetzt Lust auf Lucio Fulcis Sette Note in Nero (1977, fast zeitgleich zu Dario Argentos Suspiria) - wenn ich alte Filme in Ruhe genießen kann, ist das ein gutes Zeichen.

Freitag

Ich habe geschrieben "Als ob ich nie an einer anderen Schulart unterrichtet hätte", aber es gibt noch ganz Vieles, dass ich in meinen Kopf bekommen muss. Weit mehr als nur die Lehrpläne und Prüfungsbestimmungen von BFS III und BOS und was in der Zukunft noch so auf mich zukommt. Da ich in einer kaufmännischen Abteilung arbeite, muss ich selbst mich im Wirtschaftsenglisch auf Vordermann bringen. Ich muss ein Gefühl dafür entwickeln, mit welchem Mindset die Lernenden in den Klassen sitzen. Ich brauche Zeit, um das richtige Niveau für den Unterricht zu finden; ich kenne mich, ich fange wahrscheinlich zu leicht an.

Whatever, schauen wir mal. Jetzt ist erstmal wieder das Bett angesagt, die komische Rumhusterei der letzten Tage hat sich zu irgendwas entwickelt, das ich schnell loswerden möchte. Ich freue mich auf die nächste Schulwoche.

Und ich glaube, das ist ein gutes Zeichen.

Und das muss ich noch loswerden: Ich bin so froh, aus diesem biederen Scheiß raus zu sein. Das geht nicht gegen irgendjemanden persönlich, und es geht auch nicht gegen irgendeine Schule. Es ist einfach nur ein Gefühl von Befreiung, das ich teilen möchte.

post scriptum: Nach fünf Jahren ändert sich nun auch der Meditationstag, der von Donnerstag auf Freitag wandert. Natürlich wieder mit Film, und heute gab es einen ziemlich guten Film über Hexerei im siebzehnten Jahrhundert. Tolles Englisch, authentische Bilder und eine Coming-of-Age-Geschichte gibt es obendrauf: "The Witch" (2016) - schon wieder ein Regiedebüt, das die Kritiker begeistert. Manche Menschen haben wirklich große Talente.

Samstag, 18. August 2018

Das Diktat


Was mich nervt: Ich schaue einen tollen, immersiven Film, bin von der Handlung und den Effekten total eingenommen, meine Gedanken rasieren auf Hochtouren und die Inspiration schlägt zu: Mir kommt eine tolle Idee für einen Blogeintrag. Um sie bloß nicht zu vergessen, bevor der Film zu Ende ist, pausiere ich, gehe zum Schreibtisch, nehme mir Zettel und Stift und schreibe mir die Idee auf, im Idealfall in einer später noch lesbaren Schriftart (ist leider nicht immer gegeben, oft kann ich nachher nur noch eine Linie erkennen, denn es musste ja möglichst schnell gehen, und beim Aufschreiben weiß ich immer, was da gerade stehen soll). Dann wieder vor den Fernseher, weiterschauen. Gerade bei 3D-Filmen ist es umständlich, erst noch die Brille abnehmen und wieder aufsetzen zu müssen. Ich habe irgendwann angefangen, Zettel und Stift immer vor mir parat zu haben, aber trotzdem reißen mich diese Notizen aus dem Erlebnisflow heraus.

Oder noch ein schönes Beispiel: Meditationen. Eine richtige Meditation dauert bei mir zwischen sechzig und neunzig Minuten. Während ich früher dachte, dass ich nie so lange stillhalten könnte, bin ich heute froh, diese Zeit zu haben, denn die erste Viertelstunde brauche ich überhaupt erstmal, damit mein Geist sich beruhigen kann und die Gedanken des Tages sich setzen, und erst dann kann ich mit speziellen Meditationstechniken beginnen. Dauert also eine ganze Weile. Und während dieser Zeit schießen mir alle möglichen Gedanken in einem Mordstempo durch den Kopf: Ich lasse meinen Schultag Revue passieren, ich überlege nochmal, was in dem Film gerade eben passiert ist, und immer wieder kommen mir dabei wunderbare Ideen für den Blog. Allerdings kann ich nicht, wie bei dem Film, einfach aufstehen und sie aufschreiben; für die Meditation ist es mir wichtig, regungslos liegen zu bleiben. Da hilft nur hoffen, dass die Idee am Ende noch im Kopf ist.

Oder aber man arbeitet mit Hilfsmitteln, und so habe ich mir nun endlich ein Diktiergerät zugelegt, nachdem die Idee schon über zwei Jahre durch meinen Kopf wabert. Das Gerät ist großartig, nur halb so groß wie meine Hand, kann auch als MP3-Player verwendet werden und hat Sprachaktivierung: Auf diese Weise nimmt das Gerät nur auf, wenn durch die Sprache ein bestimmter Lautstärkepegel erreicht wird (den man selbst einstellen kann).

Ich finde das toll: So lege ich das Diktiergerät zu Beginn der Meditation in meine Nähe und muss die wichtigen Gedanken nur laut aussprechen, um sie aufzuzeichnen. Ich spare tonnenweise Notizzettel, und weil das Teil nur so groß wie ein Feuerzeug ist, kann ich es überall problemlos mit hinnehmen. Das fällt für mich definitiv unter Home Improvement und macht Lust auf mehr Neuerungen.

Manchmal bin ich sehr einfach zufriedenzustellen.

Mittwoch, 15. August 2018

Alltägliche Blockaden

"Was tun?" sprach Zeus.

Sieben ungelesene Nachrichten.

Jedesmal, wenn ich Facebook öffne, werden mir sieben ungelesene Nachrichten angezeigt. Ich könnte sie einfach mal lesen. Ich könnte einfach mal antworten, aber ich tue es nicht. Ich schaue nur kurz drüber, von wem sind die denn wohl, hmja, scheint irgendwas davon dringend zu sein? Kann ich auch nächstes Mal abarbeiten. Dann logge ich mich eine Weile später ein und sehe, ach herrje, jetzt hat einer der Nachrichtenschreiber, dessen Nachricht ich nicht gelesen habe, eine weitere Nachricht geschickt! Bestimmt ist er genervt oder wütend, weil ich nicht geantwortet habe, hätte ich ja auch längst machen können, hmne, ich öffne die Nachricht gar nicht erst, ich habe Angst davor. Und so passiert es gerne mal.

"Ach, du bist hochbegabt? Das ist ja cool."
"Naja, hat zwar seine Vorteile, aber es kann auch echt nervig sein. Es gibt Phasen, in denen sich das eher wie eine Behinderung anfühlt."
"Ach? Hast du ein Beispiel?"

Diesen Wortwechsel kennen sicherlich einige Hochbegabte. Mir geht es dann oft so, dass ich kein gutes Beispiel auf Kommando anbringen kann. Schlechte Beispiele sind jene, auf die die Antwort folgt: "Ach, das geht uns doch allen so!" Gute Beispiele habe ich nicht abrufbereit, aber das heißt nicht, dass es sie nicht gibt - wie im genannten Fall mit den Nachrichten. Anderes Beispiel gefällig?

Ich möchte ein Glas Wasser trinken. Ich gehe zum Küchenschrank, um mir ein Glas herauszunehmen - Gedanken: "Oh, es ist ja nur noch ein großes Glas da, sonst nur die kleineren. Und nachher kommt die große Buba vorbei, und ich möchte ihr eigentlich ein großes Glas hinstellen, und das kann ich nicht, wenn ich jetzt das letzte saubere große Glas nehme. Sollte ich also ein kleines Glas nehmen? Aber ich mag die großen Gläser lieber, die kleinen sind so schnell leer, und dann muss ich öfters aufstehen, um nachzufüllen, außerdem haben die großen Gläser die Form eines Achtecks, das mag ich lieber als die runden. Und irgendwie schmeckt es auch besser, wenn ich aus einem großen Glas trinke. Hm. Aber kann ich ja jetzt nicht."

Und so stehe ich vor dem Küchenschrank und grübele. Grübele mehr. Vergesse vollkommen, womit ich mich zuvor beschäftigt hatte. Oder ob ich eine Tasse nehmen soll? Andächtig schaue ich in den Küchenschrank - und letztlich läuft es darauf hinaus, dass ich gar nichts trinke.

Schnelle Entscheidungen? Nicht mit diesem Hochbegabten! Das ist ein harmloses Beispiel, aber es gibt unzählige solcher Situationen, zumindest in meinem Leben, und ich kann mich nicht an alle gewöhnen. Dieser Denkstress behindert mich in meinen alltäglichen Aktivitäten. Und deswegen betrachte ich Hochbegabung nicht als eine "Gnade", wie manche Lehrer meinen mögen.