Diese Woche war das erste Mal, dass ich von einer Vertretungsstelle abgelehnt wurde. Ich sollte mich vorstellen, natürlich auch meine Stärken, bis mich irgendwann der Schulleiter unterbrach "Also vielleicht sollten sie kein Lehrer werden, sondern eine Schulbegleitung oder ein Schusozialarbeiter."
"Wie kommen sie zu der Einschätzung?"
"Naja, sie haben mir alles Mögliche über ihren Umgang mit den Jugendlichen erzählt, aber nichts dazu, wie sie ihre Fächer unterrichten - dabei ist das doch das wirklich Wichtige. Wir sind hier ja nicht in der Kinderspielstunde, wir sind ein Gymnsium mit gewissen Ansprüchen, und wir haben auch kein Perspektiv-Förderprogramm. Daher sehe ich sie nicht hier bei uns an der Schule, zumindest nicht im ersten Helbjahr. Danach können wir ja mal weitersehen. Auf Wiedersehen!
"Tschüs."
Denn seien wir mal realistisch, zu einem Wiedersehen wird es nicht kommen. Wieder einen Schritt weiter in eine andere Berufslaufbahn. Es tut weh, ich kann es mir einfach nicht vorstellen, aber deswegen werde ich in der nächsten Zeit zu einem Autistencoaching der Fortbildungsakademie Wirtschaft der Stadt Kiel gehen. Langsam schwimmen mir alle Boote davon, und die Kosten für die beiden ersten Einzelcoachings übernimmt das Jobcenter.
Tja.... immerhin sagt mir endlich mal jemand in's Gesichtg, dass ich ein schlechter Lehrer bin. Zum Glück gibt es Tabletten, die verhindern, dass man sich ernsthaft etwas antut.
Langsam will ich nicht mehr.

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