Disclaimer: So, ich muss mich heute aufregen über Dummheit. Ich erwarte von keinem Menschen, dass er meine Intelligenz besitzt, es gibt schließlich unzählige Menschen, denen ich nicht das Wasser reichen kann, von denen ich aber nichtsdestoweniger akzeptiert werden möchte. Intelligenz ist kein Wertungskriterium, das ich an einen Menschen anlege. Wenn jemand merkt, dass ich das trotzdem mache, weist mich bitte darauf hin, denn das kann ich kaum ertragen.
Dieser kleine Disclaimer musste sein, denn sonst würde dieser Artikel gelesen werden können als "Dumme Menschen sind scheiße" - und das wäre doch etwas zu einfach gedacht und würde den Denkenden selbst als dumm entlarven. Ich habe heute in einem Artikel einen Tweet von Donald Trump (bzw. Drumpf) gesehen:
Trump sagt genau das, was Massen von Wählern hören wollen. Sie fressen ihm aus der Hand, weil er ihnen Aussagen vorlegt, über die sie nicht nachdenken müssen. Sie bekommen nicht den geringsten Anreiz, das zu hinterfragen. Es klingt einfach, als müsste man nur sein Kreuz beim Mann mit den Pommeshaaren und dem Brathähnchen-TENG setzen und die Welt wäre friedlich.
Das Problem sehe ich darin, dass es Dummheit ist, die die Menschen dazu bewegt, dann ihre Kreuze zu setzen. Dummheit führt zu Alleinherrschaft, weil die Menschen, die ihr Gehirn nicht anstrengen wollen, froh sind, wenn jemand ihnen das Denken abnimmt. Und wenn es dann halt ein Diktator ist, umso besser! Noch weniger selbst denken! Wie sagt man so schön? "Mit leerem Kopf nickt es sich leichter." Und wie Herr Kries gern sagte: "Selber denken macht fett."
Und dann, wenn es erstmal so weit ist, wundern sie sich, warum keines der unrealistischen Wahlversprechen umsetzbar ist. Sie wundern sich, warum sie auf einmal nicht mehr selbst entscheiden dürfen. Sie staunen, dass es noch mehr Tote durch Waffengewalt in den USA gibt. Sie verstehen nicht, warum die Steuern erhöht werden, um eine Mauer vor Mexiko zu bauen. Sie sehen nicht ein, dass der Präsident auf Kosten der Menschen, die ihn gewählt haben, die Vielverdiener bevorzugt. Talk about biting the hand that feeds.
Dann braucht es erst recht wieder intelligente Menschen, die in aller Ruhe erklären, was da schief gelaufen ist. Dann braucht es Intelligenz, gepaart mit Besonnenheit, um die Trümmer der Demokratie wieder aufzurichten. Dann braucht es viel Zeit, damit Intelligenz eine stabile Regierung wiederaufbauen kann. Damit irgendwann, wenn alles wieder verhältnismäßig friedlich und gut läuft, die Dummheit so viel gedankliche Freizeit hat, dass sie sich wieder aufregen kann. Über Minarette, über angeblichen Identitätsverlust, über sexuelle Vielfalt und die deutsche Rechtschreibung. Irgendwas ist immer.
Tucholsky hat gewarnt, man solle niemals die Macht dummer Menschen unterschätzen, die einer Meinung sind. Immer wieder wird uns die Bedeutung jener Worte dieser Tage vor Augen geführt. Und damit will ich gar nicht sagen, dass bestimmte Menschen z.B. der AfD dumm sind, ganz im Gegenteil: Sie sind intelligent und eloquent und wissen, wie man einfache Menschen manipulieren kann. Dass die bildungsnahe Bevölkerungsschicht ihre Sprechweise, ihr Gedankengut sofort durchschaut und anprangert, kommt ihnen dabei noch zugute, weil sie sich (da geht Kommunikationstheoretikern der Arsch auf Grundeis) dann selbst als Opfer der angeblichen Lügenpresse stilisieren können und noch mehr Zustimmung erhalten.
Deswegen muss ich nochmal erwähnen, dass es mich erlesenst ankotzt, wenn Menschen die Dummheit anderer Menschen ausnutzen. Es gehört sich nicht, Schwächen von Menschen auszunutzen, die sie nicht zu verantworten haben. Man sucht sich nicht aus, ob man dumm oder intelligent geboren wird, oder mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung. Und beim Lesen dieses Satzes überlege ich grad peinlich berührt, ob ich so etwas tue, manipulatives Wesen, das ich nun mal bin. Vielleicht ist auch die Zielsetzung dahinter in diese Überlegungen mit einzubeziehen.
Ich habe hier im Blog mal etwas über Borniertheit geschrieben, bis man mich aus Borniertheit gebeten hat, jenen Beitrag zu entfernen. Daraus (und aus anderen, relativ aktuellen Eindrücken aus der realen Welt da draußen) leite ich ab, dass auch intelligente Menschen es sich immer mal wieder einfach machen. Dinge nicht hinterfragen, nicht die andere Seite anhören, sondern erst zum Urteil gelangen. Weil es einfacher ist. Weil sie sich dann wieder auf für sie interessantere Dinge stürzen können.
Jemand möge mal bitte Hirn vom Himmel regnen lassen, und als Aperitif Aufgeschlossenheit und Neugier. Abgerundet mit einer Nuance Geduld, aber schnell!
post scriptum: Ich esse wieder Fertiggerichte, schlechtes Zeichen. Ich brauche wieder Arbeit.
Samstag, 21. Mai 2016
Freitag, 20. Mai 2016
Zwei Freundinnen
Ich habe zwei beste Freundinnen.
Die Eine bringt mich dazu, albern zu sein. Sie spornt mich an in meinen Ideen, sie hilft mir dabei, sie umzusetzen. Sie hat die Fähigkeit, interpersonale Schwingungen zu spüren. Sie hat einen gedanklichen Webstuhl, an dem sie die Fäden zusammenspinnt, die ihr die Welt erklären. Sie hat Verständnis für meine Schwächen, auch wenn es zeitweise Überwindung gekostet hat. Sie sagt, es war quasi Liebe auf den ersten Blick. Dank ihr hat die Bushaltestelle unten vor der Tür eine ganz neue Bedeutung bekommen. Sie weiß, was es heißt, eine "Gaby" zu sein. Wenn sie mit einer Freundin im Duett singt, bekomme ich Gänsehaut. Sie kann wirrstes Kauderwelsch reden und ich verstehe sie trotzdem. Sie braucht keine Satzglieder. Bei ihr habe ich das Gefühl, dass ich ganz der sein darf, der ich bin. Nur mit ihr kann ich eine Marzipantorte zermatschen, ohne dass es mir peinlich ist. Sie ist meine phonetische Wundertüte.
Die Eine erdet mich, wenn ich mal wieder dieses irre Glitzern in den Augen habe und meine Höhenflüge etwas zu weit von der Realität entfernt stattfinden. Sie ist immer für mich da und ich für sie. Sie ist eine unglaublich starke Frau, die sich im Leben auskennt. Sie hat immer einen Plan parat und verliert nie den Überblick über die Situation. Sie hat mich im Studium gerettet, mehr als nur einmal. Sie war (zusammen mit Tini) die eigentliche Kraft der Fachschaft. Sie bügelt viele meiner Fehler wieder aus. Ihr habe ich es zu verdanken, dass ich Achterbahn-Mut bekommen habe. Ich beneide ihre Schüler darum, dass sie so eine tolle Lehrerin haben. Sie gibt mir einen Sinn für das Maß der Dinge, sie schildert mir, was in dieser Welt normal ist. Dank ihr weiß ich, wann ich bestimmte Grenzen überschritten habe. Auch wenn ich noch so viel Mist gebaut habe, hilft sie mir, wieder auf die Spur zu kommen. Sie kann ganz toll nähen und geht mit mir zur Lost Souls.
Mit der Einen lebe ich symmetrische Kommunikation, mit der Einen kommuniziere ich komplementär (Watzlawick anyone?). Was kann ich mir mehr wünschen?
Und ich liebe sie beide.
Die Eine bringt mich dazu, albern zu sein. Sie spornt mich an in meinen Ideen, sie hilft mir dabei, sie umzusetzen. Sie hat die Fähigkeit, interpersonale Schwingungen zu spüren. Sie hat einen gedanklichen Webstuhl, an dem sie die Fäden zusammenspinnt, die ihr die Welt erklären. Sie hat Verständnis für meine Schwächen, auch wenn es zeitweise Überwindung gekostet hat. Sie sagt, es war quasi Liebe auf den ersten Blick. Dank ihr hat die Bushaltestelle unten vor der Tür eine ganz neue Bedeutung bekommen. Sie weiß, was es heißt, eine "Gaby" zu sein. Wenn sie mit einer Freundin im Duett singt, bekomme ich Gänsehaut. Sie kann wirrstes Kauderwelsch reden und ich verstehe sie trotzdem. Sie braucht keine Satzglieder. Bei ihr habe ich das Gefühl, dass ich ganz der sein darf, der ich bin. Nur mit ihr kann ich eine Marzipantorte zermatschen, ohne dass es mir peinlich ist. Sie ist meine phonetische Wundertüte.
Die Eine erdet mich, wenn ich mal wieder dieses irre Glitzern in den Augen habe und meine Höhenflüge etwas zu weit von der Realität entfernt stattfinden. Sie ist immer für mich da und ich für sie. Sie ist eine unglaublich starke Frau, die sich im Leben auskennt. Sie hat immer einen Plan parat und verliert nie den Überblick über die Situation. Sie hat mich im Studium gerettet, mehr als nur einmal. Sie war (zusammen mit Tini) die eigentliche Kraft der Fachschaft. Sie bügelt viele meiner Fehler wieder aus. Ihr habe ich es zu verdanken, dass ich Achterbahn-Mut bekommen habe. Ich beneide ihre Schüler darum, dass sie so eine tolle Lehrerin haben. Sie gibt mir einen Sinn für das Maß der Dinge, sie schildert mir, was in dieser Welt normal ist. Dank ihr weiß ich, wann ich bestimmte Grenzen überschritten habe. Auch wenn ich noch so viel Mist gebaut habe, hilft sie mir, wieder auf die Spur zu kommen. Sie kann ganz toll nähen und geht mit mir zur Lost Souls.
Mit der Einen lebe ich symmetrische Kommunikation, mit der Einen kommuniziere ich komplementär (Watzlawick anyone?). Was kann ich mir mehr wünschen?
Und ich liebe sie beide.
Mittwoch, 18. Mai 2016
Wenn eine Absage erst der Anfang ist...
Manchmal nehme ich mir Dinge im Leben vor, ich setze mir Ziele, die ich erreichen will. Das kann etwas ganz Banales sein, wie z.B. "einmal genau diesen Ausblick genießen":
Das ist zwar banal, aber nicht leicht zu schaffen. Entweder, ich sage mir "Ach komm, das ist viel zu weit weg, was für ein Stress, Du musst da hin kommen, und was das kostet! und bestimmt viel zu viel los da, und eine Unterkunft findst Du auch nicht, und mit den Busplänen in den USA kenne ich mich erst recht nicht aus". Das sind alles Gedanken, die ich hatte und die mich davon abhalten wollten, einmal in die USA zu reisen, um den Freizeitpark Kings Island zu besuchen.
Oder ich sage mir "Ich weiß noch nicht, wie, aber ich mache das". Eingedenk aller Hindernisse stecke ich mir im Leben immer mal wieder Ziele, die sehr hoch sind und eigentlich den Aufwand nicht wert. Der Punkt ist für mich wichtig: Eine Achterbahn kann ich auch einfacher haben, dafür muss ich nicht in die USA reisen. Aber ich will genau da hin. Ich möchte zu genau dieser Achterbahn. Warum? Weil ich es mir als Ziel gesetzt habe. Das ist eine Zielsetzung in meinem Leben.
Ich glaube, diese Zielsetzungen haben wir alle. Sie sind sehr unterschiedlich, extrem persönlich und auch individuell unterschiedlich leicht oder schwer zu erreichen. Und ich möchte hier aufrufen zum Mut, Dinge durchzuziehen. Denn man kann sehr viele Ziele erreichen, auch wenn sie "zu" hoch gesteckt scheinen. Irgendwie geht es! Aber dazu verlangt es persönlichen Einsatzes.
Und je höher die Ziele sich befinden, desto umständlicher wird der Weg und desto mehr Hindernisse und Absagen werden eintrudeln. Aber es ist möglich. Dazu gehört Durchhaltevermögen, Rückgrat und der Wille zum eigenen Ziel. Dazu ein Dickschädel, der Kompromisse nur ungern zulässt. Das Ziel ist da oben, nicht irgendwo auf dem Weg dahin. Und ich gebe mich auch nicht zufrieden, wenn ich irgendwo auf dem Weg dahin strande.
Ja, da brodelt was in meinem Kopf, nein, ich werde nicht konkret. Es beginnt mit einer Anfrage, auf die eine Absage folgen wird, ganz sicher. Und dann geht es erst richtig los, dann werfe ich in die Waagschale, was ich zu bieten habe, denn ich habe gute Argumente. Es werden noch weitere Absagen kommen, es wird die Menschen irgendwann richtig nerven. Aber ich lasse mich davon nicht abbringen. Das ist mein hochgestecktes Ziel, das will ich erreichen und das werde ich erreichen. Und ich muss lernen, mit Rückschlägen umzugehen, denn sie sind abolut notwendig - an Erfolgen entwickele ich mich nicht weiter.
Es wäre ganz einfach, wäre da nicht die Ungeduld. Große Dinge brauchen Zeit, irgendwann habe ich das auch verstanden. Aber wir haben ja Zeit, und wir wissen (hoffentlich) um ihren Wert. Ich habe Ziele gesteckt, ich habe Anfänge gemacht, ich warte auf die ersten Absagen. Denn sie sind erst der Anfang. Viele Menschen haben hochgesteckte Ziele ohne den Kampfgeist, diese Ziele auch zu erreichen. Sie geben nach der Absage auf, gut für mich, der ich hartnäckig bleibe und in die zweite Runde gehe, mit wesentlich weniger Mitstreitern. Irgendwann wird das schon am richtigen Ort ankommen, dass es da einen Menschen gibt, der seine Perspektiven immer im Blick hat und klar darauf zusteuert, und dann erreiche ich mein Ziel, weil man dann erkannt hat, dass ich mich von der Menge unterscheide, und es honoriert - und mir wird das Gefühl gegeben, dass man in dieser Welt tatsächlich etwas erreichen kann.
Was für eine Schwafelei! Soll eigentlich nur ein Hauch einer motivational speech sein, keine Ahnung, Leute da draußen, setzt Euch konkrete Ziele! Habt Eure Ziele im Blick! Arbeitet auf diese Ziele hin! Und steht zu Euren Überzeugungen!
Das ist zwar banal, aber nicht leicht zu schaffen. Entweder, ich sage mir "Ach komm, das ist viel zu weit weg, was für ein Stress, Du musst da hin kommen, und was das kostet! und bestimmt viel zu viel los da, und eine Unterkunft findst Du auch nicht, und mit den Busplänen in den USA kenne ich mich erst recht nicht aus". Das sind alles Gedanken, die ich hatte und die mich davon abhalten wollten, einmal in die USA zu reisen, um den Freizeitpark Kings Island zu besuchen.
Oder ich sage mir "Ich weiß noch nicht, wie, aber ich mache das". Eingedenk aller Hindernisse stecke ich mir im Leben immer mal wieder Ziele, die sehr hoch sind und eigentlich den Aufwand nicht wert. Der Punkt ist für mich wichtig: Eine Achterbahn kann ich auch einfacher haben, dafür muss ich nicht in die USA reisen. Aber ich will genau da hin. Ich möchte zu genau dieser Achterbahn. Warum? Weil ich es mir als Ziel gesetzt habe. Das ist eine Zielsetzung in meinem Leben.
Ich glaube, diese Zielsetzungen haben wir alle. Sie sind sehr unterschiedlich, extrem persönlich und auch individuell unterschiedlich leicht oder schwer zu erreichen. Und ich möchte hier aufrufen zum Mut, Dinge durchzuziehen. Denn man kann sehr viele Ziele erreichen, auch wenn sie "zu" hoch gesteckt scheinen. Irgendwie geht es! Aber dazu verlangt es persönlichen Einsatzes.
Und je höher die Ziele sich befinden, desto umständlicher wird der Weg und desto mehr Hindernisse und Absagen werden eintrudeln. Aber es ist möglich. Dazu gehört Durchhaltevermögen, Rückgrat und der Wille zum eigenen Ziel. Dazu ein Dickschädel, der Kompromisse nur ungern zulässt. Das Ziel ist da oben, nicht irgendwo auf dem Weg dahin. Und ich gebe mich auch nicht zufrieden, wenn ich irgendwo auf dem Weg dahin strande.
Ja, da brodelt was in meinem Kopf, nein, ich werde nicht konkret. Es beginnt mit einer Anfrage, auf die eine Absage folgen wird, ganz sicher. Und dann geht es erst richtig los, dann werfe ich in die Waagschale, was ich zu bieten habe, denn ich habe gute Argumente. Es werden noch weitere Absagen kommen, es wird die Menschen irgendwann richtig nerven. Aber ich lasse mich davon nicht abbringen. Das ist mein hochgestecktes Ziel, das will ich erreichen und das werde ich erreichen. Und ich muss lernen, mit Rückschlägen umzugehen, denn sie sind abolut notwendig - an Erfolgen entwickele ich mich nicht weiter.
Es wäre ganz einfach, wäre da nicht die Ungeduld. Große Dinge brauchen Zeit, irgendwann habe ich das auch verstanden. Aber wir haben ja Zeit, und wir wissen (hoffentlich) um ihren Wert. Ich habe Ziele gesteckt, ich habe Anfänge gemacht, ich warte auf die ersten Absagen. Denn sie sind erst der Anfang. Viele Menschen haben hochgesteckte Ziele ohne den Kampfgeist, diese Ziele auch zu erreichen. Sie geben nach der Absage auf, gut für mich, der ich hartnäckig bleibe und in die zweite Runde gehe, mit wesentlich weniger Mitstreitern. Irgendwann wird das schon am richtigen Ort ankommen, dass es da einen Menschen gibt, der seine Perspektiven immer im Blick hat und klar darauf zusteuert, und dann erreiche ich mein Ziel, weil man dann erkannt hat, dass ich mich von der Menge unterscheide, und es honoriert - und mir wird das Gefühl gegeben, dass man in dieser Welt tatsächlich etwas erreichen kann.
Was für eine Schwafelei! Soll eigentlich nur ein Hauch einer motivational speech sein, keine Ahnung, Leute da draußen, setzt Euch konkrete Ziele! Habt Eure Ziele im Blick! Arbeitet auf diese Ziele hin! Und steht zu Euren Überzeugungen!
Dienstag, 17. Mai 2016
Donald Drumpf
In genau einem halben Jahr, weniger neun Tage, findet die Präsidentschaftswahl der Vereinigten Staaten von Amerika statt. Klingt ein bisschen wie diese Burger-Wahlkampagnen von McD, quelle surprise. Und wir alle haben mittlerweile mitbekommen, dass es eine interessante Konfrontation zwischen Hillary Clinton und Donald Trump wird.
Und wer "Donald Trump" heißt, der darf sich auch mal siegessicher geben, selbstbewusst und arrogant. Schließlich bedeutet das englische Wort trump soviel wie "Trumpf". Wir kennen die englische trump card als "Ass im Ärmel". Solcher Dinge ist man sich natürlich bewusst, wenn man "Donald Trump" heißt. Wenn.
Denn ich habe gelernt, dass die Familie ursprünglich gar nicht "Trump" hieß, sondern "Drumpf".
DRUMPF.
Das muss man erstmal wirken lassen. "Drumpf" klingt nicht so überlegen und siegessicher, nicht so cool, nicht so stylish. "Drumpf" klingt wie fünf Kilo Mürbeteig, die auf ein Wellblech-Vordach klatschen (ist echt so, probiert das mal aus!): "Achtung, Teig fääääääääälllllt!" - DRUMPF!
Und ein bisschen hat so ein Mürbeteig ja auch Ähnlichkeit mit dem republikanischen Präsentschaftskandidaten, für den sich die Republikaner schämen - zumindest mit seiner Haarfarbe. Doch, moment, werde ich gerade etwa ähnlich persönlich beleidigend wie der Drumpfteig? Ich sollte besser auf die sachliche Ebene zurückkommen. Reden wir über Geld.
Drumpf brüstet sich mit seinen Milliarden (derer er zehn sein Eigen zu nennen wagt), dem Erfolg seines Geschäftsimperiums (im Rahmen dessen insgesamt vier Unternehmen Konkurs anmelden mussten) und seiner Beliebtheit im Business - whatever.
Tatsache ist: Es wird jetzt erst recht interessant. Nun, da es feststeht, dass Drumpf Präsidentschaftskandidat ist, wird er sehr genau unter die Lupe genommen werden - auch von den Republikanern, wie zu erwarten ist. Und, wie ich gelesen habe, gehört es wohl dazu, die eigenen Steuererklärungen öffentlich zu machen, um dem Bürger zu zeigen, dass man nichts zu verbergen hat. Clinton hat die Steuererklärungen der letzten dreißig Jahre publik gemacht, die der letzten acht Jahre sind auf ihrer Homepage für jedermann einsehbar.
Ein Drumpf tut das nicht. Ein Drumpf sagt: "Ich würde euch ja liebend gern meine Steuererklärungen vorlegen, aber ich stehe unter besonderer Beobachtung der amerikanischen Steuerbehörde und kann daher erst nach der aktuellen Prüfung die Erklärung öffentlich machen." - Also, das sagt er natürlich nicht. Ich bezweifle, dass der Drumpf Deutsch spricht.
Nun ist das ein interessantes Statement, denn in der Tat steht Drumpf jedes Jahr im Zentrum der Steuerprüfungen. Allerdings hat die Steuerbehörde bereits mit Nachdruck erklärt, dass Drumpf seine aktuelle Steuererklärung öffentlich machen könne - es gebe keinen Zwang, damit bis zum Abschluss der Prüfung zu warten.
Warum also spielt der Drumpf nicht mit offenen Karten? Darüber kann man nur spekulieren (und aus dem Vordach-Mürbeteig Spekulatius backen) - könnte es etwa sein, dass Drumpf gar nicht so milliardenschwer ist? Vielleicht wirklich nur so fünf Kilo? Könnte es sein, dass seine Immobilienunternehmen tief in den roten Zahlen stehen? Seine gesamte Glaubwürdigkeit, die sowieso einen zweifelhaften Ruf genießt, könnte endgültig den Bach runter gehen, es wäre der sichere Sieg für Hillary.
Wäre das so schlimm?
Und wer "Donald Trump" heißt, der darf sich auch mal siegessicher geben, selbstbewusst und arrogant. Schließlich bedeutet das englische Wort trump soviel wie "Trumpf". Wir kennen die englische trump card als "Ass im Ärmel". Solcher Dinge ist man sich natürlich bewusst, wenn man "Donald Trump" heißt. Wenn.
Denn ich habe gelernt, dass die Familie ursprünglich gar nicht "Trump" hieß, sondern "Drumpf".
DRUMPF.
Das muss man erstmal wirken lassen. "Drumpf" klingt nicht so überlegen und siegessicher, nicht so cool, nicht so stylish. "Drumpf" klingt wie fünf Kilo Mürbeteig, die auf ein Wellblech-Vordach klatschen (ist echt so, probiert das mal aus!): "Achtung, Teig fääääääääälllllt!" - DRUMPF!
Und ein bisschen hat so ein Mürbeteig ja auch Ähnlichkeit mit dem republikanischen Präsentschaftskandidaten, für den sich die Republikaner schämen - zumindest mit seiner Haarfarbe. Doch, moment, werde ich gerade etwa ähnlich persönlich beleidigend wie der Drumpfteig? Ich sollte besser auf die sachliche Ebene zurückkommen. Reden wir über Geld.
Drumpf brüstet sich mit seinen Milliarden (derer er zehn sein Eigen zu nennen wagt), dem Erfolg seines Geschäftsimperiums (im Rahmen dessen insgesamt vier Unternehmen Konkurs anmelden mussten) und seiner Beliebtheit im Business - whatever.
Tatsache ist: Es wird jetzt erst recht interessant. Nun, da es feststeht, dass Drumpf Präsidentschaftskandidat ist, wird er sehr genau unter die Lupe genommen werden - auch von den Republikanern, wie zu erwarten ist. Und, wie ich gelesen habe, gehört es wohl dazu, die eigenen Steuererklärungen öffentlich zu machen, um dem Bürger zu zeigen, dass man nichts zu verbergen hat. Clinton hat die Steuererklärungen der letzten dreißig Jahre publik gemacht, die der letzten acht Jahre sind auf ihrer Homepage für jedermann einsehbar.
Ein Drumpf tut das nicht. Ein Drumpf sagt: "Ich würde euch ja liebend gern meine Steuererklärungen vorlegen, aber ich stehe unter besonderer Beobachtung der amerikanischen Steuerbehörde und kann daher erst nach der aktuellen Prüfung die Erklärung öffentlich machen." - Also, das sagt er natürlich nicht. Ich bezweifle, dass der Drumpf Deutsch spricht.
Nun ist das ein interessantes Statement, denn in der Tat steht Drumpf jedes Jahr im Zentrum der Steuerprüfungen. Allerdings hat die Steuerbehörde bereits mit Nachdruck erklärt, dass Drumpf seine aktuelle Steuererklärung öffentlich machen könne - es gebe keinen Zwang, damit bis zum Abschluss der Prüfung zu warten.
Warum also spielt der Drumpf nicht mit offenen Karten? Darüber kann man nur spekulieren (und aus dem Vordach-Mürbeteig Spekulatius backen) - könnte es etwa sein, dass Drumpf gar nicht so milliardenschwer ist? Vielleicht wirklich nur so fünf Kilo? Könnte es sein, dass seine Immobilienunternehmen tief in den roten Zahlen stehen? Seine gesamte Glaubwürdigkeit, die sowieso einen zweifelhaften Ruf genießt, könnte endgültig den Bach runter gehen, es wäre der sichere Sieg für Hillary.
Wäre das so schlimm?
Montag, 16. Mai 2016
Voodoo
Seit dem Studium und der Auseinandersetzung mit den amerikanischen Südstaaten komme ich immer wieder in Kontakt mit Filmen, Videospielen, Literatur zum Thema Voodoo. Hochinteressant, diese andere Religion zu erleben, ihre Symbolik, ihren Glauben. Ein Glaube, der - meiner Meinung nach - sehr viel Respekt vor der Natur aufweist. Spiele wie die Last Half of Darkness-Reihe, Romane von Poppy Z Brite und Filme wie Die Schlange im Regenbogen (The Serpent and the Rainbow, 1988) bringen das Lebensgefühl etwas näher. Ich mag es, mich von fremdartiger Musik entführen zu lassen, Zaubersprüchen zuzuhören, Schamanen zu erleben, magische Artefakte kennen zu lernen. Letztgenannter Film stellt meinen jüngsten Ausflug in diese Welt dar; gestern begonnen und heute beendet.
Ein noch sehr junger Bill Pullman führt uns unter der Regie von Wes Craven nach Haiti, wo eine Medizin aufgetaucht sein soll, die Menschen von den Toten zurückholen kann; inwiefern diese Menschen dann allerdings als "lebendig" bezeichnet werden können, bleibt angesichts ihres zombieähnlichen Zustands fragwürdig. Die Thematik wird noch vor den ersten Bildern eingeführt mittels eines Bildschirmtextes, der uns aufklärt, dass im Voodoo die Schlange die Erde symbolisiert und der Regenbogen den Himmel - und dass es Menschen gibt, die nach ihrem Tod als Verfluchte dazwischen zu wandeln verdammt sind.
Pullmans Reise beginnt ohne viel Exposition bei einem Medizinmann, der ihm eine Substanz verabreicht, mit deren Hilfe er Einsichten erlangen soll - psychedelisch, ohne Frage. Der Zuschauer wird direkt mit der surrealen Art des Films vertraut gemacht. Gleichzeitig wirkt der Trip allerdings nicht besonders inszeniert, nicht aufgesetzt, man erhält nicht den Eindruck, als würde ein Filmset bereist.
Dieser Eindruck zieht sich durch den gesamten Film. Es wurde vor Ort gefilmt mit teils amerikanischer, teils haitianischer Besetzung. Die gezeigten Voodoo-Zeremonien inklusive Priester und Tänzer sind authentisch, sicherlich der non-fiktionalen Buchvorlage von Wade Davis geschuldet. Dabei wirken diese Szenen allerdings nicht wie im Telekolleg, nicht wie in der Sendung mit der Maus. Ich habe mich gefühlt, als könne ich wirklich etwas lernen, indem ich einfach an diesen teils uralten Ritualen teilhabe. Vielleicht habe ich das.
Nach und nach erforscht Pullman auf der Suche nach dieser (tatsächlich existierenden) Substanz den Voodoo, dringt immer tiefer in die haitianische Gesellschaft vor und wird verwickelt in die Belange des Diktators Duvalier, dem Pullmans Nachforschungen ein Dorn im Auge sind. Der Polizist, den er auf ihn ansetzt, ist selbst Voodoo-Magier und somit scheint alles darauf hinauszulaufen, als sei der finale Showdown kein Kampf des Fleisches, sondern des Geistes.
Ich habe den Film sehr genossen, die authentischen Szenen des Voodoo sind eindrucksvoll und Wes Craven zeigt wieder einmal, dass er einer der Meister des filmischen Horror ist.
Ein noch sehr junger Bill Pullman führt uns unter der Regie von Wes Craven nach Haiti, wo eine Medizin aufgetaucht sein soll, die Menschen von den Toten zurückholen kann; inwiefern diese Menschen dann allerdings als "lebendig" bezeichnet werden können, bleibt angesichts ihres zombieähnlichen Zustands fragwürdig. Die Thematik wird noch vor den ersten Bildern eingeführt mittels eines Bildschirmtextes, der uns aufklärt, dass im Voodoo die Schlange die Erde symbolisiert und der Regenbogen den Himmel - und dass es Menschen gibt, die nach ihrem Tod als Verfluchte dazwischen zu wandeln verdammt sind.
Pullmans Reise beginnt ohne viel Exposition bei einem Medizinmann, der ihm eine Substanz verabreicht, mit deren Hilfe er Einsichten erlangen soll - psychedelisch, ohne Frage. Der Zuschauer wird direkt mit der surrealen Art des Films vertraut gemacht. Gleichzeitig wirkt der Trip allerdings nicht besonders inszeniert, nicht aufgesetzt, man erhält nicht den Eindruck, als würde ein Filmset bereist.
Dieser Eindruck zieht sich durch den gesamten Film. Es wurde vor Ort gefilmt mit teils amerikanischer, teils haitianischer Besetzung. Die gezeigten Voodoo-Zeremonien inklusive Priester und Tänzer sind authentisch, sicherlich der non-fiktionalen Buchvorlage von Wade Davis geschuldet. Dabei wirken diese Szenen allerdings nicht wie im Telekolleg, nicht wie in der Sendung mit der Maus. Ich habe mich gefühlt, als könne ich wirklich etwas lernen, indem ich einfach an diesen teils uralten Ritualen teilhabe. Vielleicht habe ich das.
Nach und nach erforscht Pullman auf der Suche nach dieser (tatsächlich existierenden) Substanz den Voodoo, dringt immer tiefer in die haitianische Gesellschaft vor und wird verwickelt in die Belange des Diktators Duvalier, dem Pullmans Nachforschungen ein Dorn im Auge sind. Der Polizist, den er auf ihn ansetzt, ist selbst Voodoo-Magier und somit scheint alles darauf hinauszulaufen, als sei der finale Showdown kein Kampf des Fleisches, sondern des Geistes.
Ich habe den Film sehr genossen, die authentischen Szenen des Voodoo sind eindrucksvoll und Wes Craven zeigt wieder einmal, dass er einer der Meister des filmischen Horror ist.
Freitag, 13. Mai 2016
Anecdotal Evidence
It was a warm summer's night. There was a gathering of students and their teachers on the meadow below Leibnizstraße. They did this every year: It was an informal celebration of Latin philologists. They had a barbecue with drinks and a buffet, everyone contributed to an evening of leisure.
I always thought my teacher was quite cute. Famous with the girls and a great fellow... he had that beautiful smile, a bit like a little boy's face, and he wore black. Black pants and a black shirt, black leather shoes. He was talking to the girl everyone thought to be his girlfriend, they met a few months ago - a beautiful couple.
Of course I envied her. I've had classes with my teacher for about a year now, and it was always a little difficult to follow the lessons since I started daydreaming the very moment the Lektürekurs Tacitus, Annalen began. Could today be the chance to make that dream come true?
Most people had already gone home, it was just me, my fellow students of the Fachschaft Klassische Philologie - some a little drunk, or a little too drunk. And teacher was there, too. His girlfriend had left some hours ago - some kind of appointment? Whatever, she was gone and I was still there. So I asked my teacher to help me clean up the mess we'd created.
The others took care of the rubbish, we decided to take the computer we used as a jukebox back to the students' representatives' room. I had the keys - of course I had, I was the head of that group. So I asked my teacher to carry the equipment while I held the cables. From an angle it looked as if I was taking my teacher for a walk - which he noticed immediately. We laughed and smiled at each other, taking the elevator to the top floor. "Hm, so you like bondage?" he asked, drunk, smiling. "I've got a dog collar at home, but that is just for style." "I see..."
We went down the dark corridor, no need to turn on the lights. We shoved the equipment into the room and then we started joking around...
"Hey, this is quite the atmosphere, isn't it?"
"Yeah, nobody's here, they're all down on the meadow."
"It's so quiet... I like that."
"Me too."
"I can't even hear the music anymore, and it's so dark... so... well, we could..."
"Yeah?"
"Nah, just thinking."
"Oh, okay."
"We should go back."
I took the keys out of my pocket and locked the room. When I turned around, suddenly he was right in front of me. I stared into his eyes, smiling. He winked at me and I took the chance. "Wanna kiss?" His smile became even broader as he said "I thought you'd never ask."
So I reached out for his neck, holding his head, going in for the kiss. Closing my eyes, feeling his lips on mine, tongues carefully probing, touching, caressing. Two men without any cares in this world, enjoying each other's company, enjoying the moment. The kiss lasted for what felt like an eternity, the world around me became blurred, it was just the two of us, holding us in each other's arms, enjoying that intimate moment.
But it couldn't last forever. I felt I had to break the kiss, so I opened my eyes, moved my head back a little and whispered "I think we should go back to the others".
"Yeah", he said, "we should do that."
Creating an everlasting memory.
I always thought my teacher was quite cute. Famous with the girls and a great fellow... he had that beautiful smile, a bit like a little boy's face, and he wore black. Black pants and a black shirt, black leather shoes. He was talking to the girl everyone thought to be his girlfriend, they met a few months ago - a beautiful couple.
Of course I envied her. I've had classes with my teacher for about a year now, and it was always a little difficult to follow the lessons since I started daydreaming the very moment the Lektürekurs Tacitus, Annalen began. Could today be the chance to make that dream come true?
Most people had already gone home, it was just me, my fellow students of the Fachschaft Klassische Philologie - some a little drunk, or a little too drunk. And teacher was there, too. His girlfriend had left some hours ago - some kind of appointment? Whatever, she was gone and I was still there. So I asked my teacher to help me clean up the mess we'd created.
The others took care of the rubbish, we decided to take the computer we used as a jukebox back to the students' representatives' room. I had the keys - of course I had, I was the head of that group. So I asked my teacher to carry the equipment while I held the cables. From an angle it looked as if I was taking my teacher for a walk - which he noticed immediately. We laughed and smiled at each other, taking the elevator to the top floor. "Hm, so you like bondage?" he asked, drunk, smiling. "I've got a dog collar at home, but that is just for style." "I see..."
We went down the dark corridor, no need to turn on the lights. We shoved the equipment into the room and then we started joking around...
"Hey, this is quite the atmosphere, isn't it?"
"Yeah, nobody's here, they're all down on the meadow."
"It's so quiet... I like that."
"Me too."
"I can't even hear the music anymore, and it's so dark... so... well, we could..."
"Yeah?"
"Nah, just thinking."
"Oh, okay."
"We should go back."
I took the keys out of my pocket and locked the room. When I turned around, suddenly he was right in front of me. I stared into his eyes, smiling. He winked at me and I took the chance. "Wanna kiss?" His smile became even broader as he said "I thought you'd never ask."
So I reached out for his neck, holding his head, going in for the kiss. Closing my eyes, feeling his lips on mine, tongues carefully probing, touching, caressing. Two men without any cares in this world, enjoying each other's company, enjoying the moment. The kiss lasted for what felt like an eternity, the world around me became blurred, it was just the two of us, holding us in each other's arms, enjoying that intimate moment.
But it couldn't last forever. I felt I had to break the kiss, so I opened my eyes, moved my head back a little and whispered "I think we should go back to the others".
"Yeah", he said, "we should do that."
Creating an everlasting memory.
Mittwoch, 11. Mai 2016
Einwirkzeit
Ich werde im Leben immer wieder mit einer Situation konfrontiert. Diese Situation fällt in einem unterschiedlichen Rahmen aus, mal auf Jahre angelegt, mal innerhalb weniger Wochen. Aber es passiert immer wieder, history repeats itself, der Hochbegabte erkennt bestimmte Muster und denkt sich "Nicht schon wieder!".
Wenn Dr Hilarius in jemandes Leben ernsthaft eintritt, dann gleicht das einer nuklearen Katastrophe (yay, typische Übertreibung) - und auch noch falsch! Nuklear würde bedeuten, dass das Gebiet auf Jahre hin verseucht bleibt, mit extrem nachhaltigen Negativwirkungen. Dr Hilarius schlägt also eher ein wie eine Bombe: Scheiben splittern, Balken krachen, ganze Etagen stürzen ein und ja, es ist auch schon mal ein Haus zu Bruch gegangen.
Bildlich gesprochen. Ich bewege Menschenbilder. Oder meine ich gerade Weltbilder? Wohl eher das. Manchmal rüttele ich an ihnen, manchmal breche ich sie - je nach Ausgangslage! - komplett durch. Wer mein Leben beiläufig streift, ist eher verwirrt und unsicher und weiß am Ende nicht, wer dieser Typ eigentlich war. "Also Deinen Unterricht hätte ich ja gern mal gesehen." - "Das hätte ich gar nicht von Dir erwartet."
Wer sich aber auf mich einlässt, hat einen harten Ritt vor sich. Per aspera ad astra. Ich zeige Unzulänglichkeiten auf - bei mir selbst, denn ich baue oft Mist, aber auch bei Anderen, denn der Mensch handelt gern mal unsachlich. Emotional. Unsinnig. Und manchmal fällt mir das leider auf (und das wiederum bemerke ich nicht!) und ich spreche es dann aus mit dem Ziel eine Situation zu verbessern. Kritikfähigkeit kombiniert mit Rückgrat, Arsch in der Hose, die Konsequenzen des eigenen Handelns zu tragen, es scheint all dieser Dinge zu bedürfen, um die oben angesprochene nicht-nukleare Katastrophe zu überleben.
Denn sie ist nicht-nuklear. Aus der Arbeit mit einem Hochbegabten kann man einen Erkenntnisgewinn ziehen, ein eigenes Entwicklungspotential entdecken. Man wächst an ihm durch die Spiegelung des Selbst in ihm. (Psychoanalytiker, frohlocket!) Er ist kein standardisierter Impulsgeber, er kann neue Sichtweisen aufzeigen.
Und das tut nun mal leider weh. Es kann pieksen. Aber dann, nach der Einwirkzeit, wirkt das Medikament - hä? Warte mal, wir waren bei der Atombomben-Metapher und ich springe in die Medizin. Hochbegabten-Gedankensprünge. Tut mir Leid, Reset. Zur allgemeinen Erheiterung lasse ich diesen Text aber einfach mal stehen - was glaubt Ihr, wie viele solcher Momente ich täglich erlebe?
So, jetzt sind wir eh' alle aus dem roten Faden raus. Ariadne, geh' heulen!
Also: Mit meinem Handeln möchte ich niemanden verletzen. Es fällt mir nur manchmal *echt* schwer, mein eigenes Handeln zu erklären.
Und das ist mein Ernst.
Wenn Dr Hilarius in jemandes Leben ernsthaft eintritt, dann gleicht das einer nuklearen Katastrophe (yay, typische Übertreibung) - und auch noch falsch! Nuklear würde bedeuten, dass das Gebiet auf Jahre hin verseucht bleibt, mit extrem nachhaltigen Negativwirkungen. Dr Hilarius schlägt also eher ein wie eine Bombe: Scheiben splittern, Balken krachen, ganze Etagen stürzen ein und ja, es ist auch schon mal ein Haus zu Bruch gegangen.
Bildlich gesprochen. Ich bewege Menschenbilder. Oder meine ich gerade Weltbilder? Wohl eher das. Manchmal rüttele ich an ihnen, manchmal breche ich sie - je nach Ausgangslage! - komplett durch. Wer mein Leben beiläufig streift, ist eher verwirrt und unsicher und weiß am Ende nicht, wer dieser Typ eigentlich war. "Also Deinen Unterricht hätte ich ja gern mal gesehen." - "Das hätte ich gar nicht von Dir erwartet."
Wer sich aber auf mich einlässt, hat einen harten Ritt vor sich. Per aspera ad astra. Ich zeige Unzulänglichkeiten auf - bei mir selbst, denn ich baue oft Mist, aber auch bei Anderen, denn der Mensch handelt gern mal unsachlich. Emotional. Unsinnig. Und manchmal fällt mir das leider auf (und das wiederum bemerke ich nicht!) und ich spreche es dann aus mit dem Ziel eine Situation zu verbessern. Kritikfähigkeit kombiniert mit Rückgrat, Arsch in der Hose, die Konsequenzen des eigenen Handelns zu tragen, es scheint all dieser Dinge zu bedürfen, um die oben angesprochene nicht-nukleare Katastrophe zu überleben.
Denn sie ist nicht-nuklear. Aus der Arbeit mit einem Hochbegabten kann man einen Erkenntnisgewinn ziehen, ein eigenes Entwicklungspotential entdecken. Man wächst an ihm durch die Spiegelung des Selbst in ihm. (Psychoanalytiker, frohlocket!) Er ist kein standardisierter Impulsgeber, er kann neue Sichtweisen aufzeigen.
Und das tut nun mal leider weh. Es kann pieksen. Aber dann, nach der Einwirkzeit, wirkt das Medikament - hä? Warte mal, wir waren bei der Atombomben-Metapher und ich springe in die Medizin. Hochbegabten-Gedankensprünge. Tut mir Leid, Reset. Zur allgemeinen Erheiterung lasse ich diesen Text aber einfach mal stehen - was glaubt Ihr, wie viele solcher Momente ich täglich erlebe?
So, jetzt sind wir eh' alle aus dem roten Faden raus. Ariadne, geh' heulen!
Also: Mit meinem Handeln möchte ich niemanden verletzen. Es fällt mir nur manchmal *echt* schwer, mein eigenes Handeln zu erklären.
Und das ist mein Ernst.
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