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Montag, 28. März 2022

Hilfe!!


Liebe Kollegen, Leser, Freunde, Familie!

So, wie es aussieht, kann ich nicht an der Schule bleiben. Es wird kein Englisch(/Latein-)lehrer mehr benötigt. Um überhaupt eine Möglichkeit zur Weiterbeschäftigung zu haben, braucht mein Schulleiter als Argument meine Autismusdiagnose. Die fehlt nach wie vor; ich war vor zwei Jahren im ZiP in Lübeck zur Testung, habe dort in den einschlägigen Fragebögen die Cutoff-Werte erreicht, aber weil ich in dem einstündigen Vorstellungsgespräch "zu normal" war, wurden die Fragebögen gar nicht erst berücksichtigt. 

Wie könnt Ihr helfen?

Schaut Euch in Eurem Bekanntenkreis um: Kennt Ihr einen Psychiater oder Psychologen, der sich mit Autismusdiagnostik befasst (genauer: Asperger-Syndrom)? Ich brauche mindestens eine neue Meinung zu dem, was das ZiP mir damals gegeben hat. 

Es ist wirklich dringend. Ich werde im Sommer neununddreißig, bin seit zehn Jahren im Schuldienst und habe immer noch keine feste Stelle, und wir dürfen davon ausgehen, dass ich keine andere Schule finden werde, die mich haben möchte - sind Erfahrungswerte, ich bin zu weit jenseits der Lehrernorm; fünf Schulen haben mir das sehr deutlich mitgeteilt. Es sieht leider so aus: Diese Schule oder Lehrberuf an den Nagel hängen.

Wenn Ihr mir also irgendwelche Ärzte nennen könntet, würde mir das sehr weiterhelfen!!!

Liebe Grüße,

Dr Hilarius

ps.: Wenn ich Euch derzeit in der Schule nicht grüße, bitte nicht persönlich nehmen. In der "Alles bricht zusammen"-Phase möchte ich am liebsten niemanden anschauen müssen, das hat nichts mit Euch zu tun!!

Freitag, 25. März 2022

Seelenwärmer


"Hold on to your Tättahs!"

Dieser Tage fragen Schüler mich in der Schule, wie es mir geht, und ich antworte ihnen ganz ehrlich darauf. Die Stimmung ist so niedrig, dass sie unter dem Teppich Fallschirmspringen kann. Stressbedingte Magenkrämpfe. Alles, was dazugehört.

Deswegen freue ich mich riesig, dass heute die Erde bebt. Die große Buba äi käi äi Fhett La Schnäck ist von Pellworm nach Kiel gerollt und wir können zwei Tage Ablenkung betreiben. Selten war ich so erleichtert, dass sie kommt. Und sie bringt Begleitung mit: In ihrem Kopf sitzt schon ihr ganzes Leben lang die Migräne mit dem Namen Medusa. Nun taucht sie allerdings auch mal in der anderen Kopfhälfte auf, extra fies, da brauchte sie einen neuen Namen und hat - passend - sich für Stheno entschieden. Zwei Migräne-Bitches kämpfen also in ihrem wirren Kopf um Vorherrschaft. Heute haben sie hoffentlich keinen Auftritt, wenn das Beben mit obigem Schlachtruf unser Haus zum Einstürzen bringen wird.

Das war alles. Es war positiv, deswegen wollte ich das loswerden.