Bei diesem Wetter scheißt mir die Sonne jedesmal wieder in meine Kleiderordnung, wenn ich zuhause bin - also fast die ganze Zeit, gerade bei Erkältung, die sich dank Kortisontherapie etwas hartnäckiger hält. Denn: Wenn da die Sonne nicht wäre, wäre es recht kalt - und damit wird es nachts in meiner Wohnung ziemlich kühl. Ich merke das aber erst bei'm Aufstehen, weil. Als Konsequenz drehe ich die Heizung eine Stufe höher und ziehe für den Tag einen Pullover an - und dann kommt die scheiNende Sonne um den Block gewandert und knallt mir von 10-17 Uhr durchgehend auf die Wohnung, auf die Dachschrägen, die in ihrem Backofencharakter ein bisschen an den Hähnchenmann denken lassen, der heute wie jeden Dienstag unten steht und hungrige Menschen glücklich macht.
Damit werde ich aber nicht zum glücklich-satten Menschen, sondern zum durchgebackenen Grillhähnchen, drehe die Heizung irgendwann, im Pullover zu Tode schwitzend, wieder runter und ziehe ein T-Shirt an - damit sich die gleiche Soße morgen dann wiederholen kann. Aber was verlange ich - es ist April. Das Wetter ist nur in seiner Unvorhersehbarkeit vorhersehbar. Wenn ich morgen wieder etwas fitter bin, setze ich zur Sicherheit drei Sonnenbrillen auf, oder eine, die zumindest richtig abdunkelt, und gehe mal wieder raus.
Heute war das nur einmal für den Paketboten nötig. Und jetzt werde ich eine digitale Balkonsturzfrau, eine klappernde Geisterpuppe und eine Halsknickfrau zu Tode fotografieren, ich brauche 200.000 Punkte, um mir einen winzigen Beutel für einen zusätzlichen Schutztalisman zu kaufen.
Die Welt spielt zur Zeit total verrückt.
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